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Scheintot

Story:

In dem Roman "Scheintot" von Tess Gerritsen stehen dieses Mal weniger die vertrauten Hauptfiguren Dr. Maura Isles, Jane Rizzoli und ihr Ehemann Gabriel Dean im Vordergrund als eine unbekannte junge Frau und ihre Geschichte. Kurz vor Feierabend hört die Pathologin Dr. Maura Isles Geräusche aus dem Kühlraum mit den Leichen. Als sie den Raum untersucht, um den Geräuschen auf die Spur zu kommen, öffnet sie auch die Leichensäcke und entdeckt in einem von ihnen eine noch lebende Frau. Mit starken Unterkühlungen lässt die Pathologin die Frau ins Krankenhaus einliefern. Einen Tag später nimmt die Unbekannte im Krankenhaus mehrere Patienten als Geiseln und ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, um diese Personen zu retten.

Meinung:

Bei den Romanen von Tess Gerritsen muss man mit blutigen Details rechnen. Auch in diesem Buch lässt die ehemalige Medizinerin den Leser detailliert die unappetitlichen Einzelheiten aus dem Alltag einer Pathologin miterleben. Doch dieses Mal liegt der Schwerpunkt weniger auf der Darstellung der Erkenntnisse, die Dr. Maura Isles in den Fall einbringt, als auf der Erzählung der siebzehnjährigen Mila.

Zwar basiert der Fall auf der schon vielfach angewandten Idee von Zwangsprostitution in Verbindung mit Mord und hochrangigen Regierungsmitgliedern, aber trotzdem schafft Tess Gerritsen es, Milas Geschichte und die Folgeereignisse spannend und mitreißend zu erzählen. Gerade die Verwicklungen in die höchsten Regierungskreise und die sich daraus ergebende Paranoia gegenüber ausführenden Elementen der Regierung sowie die persönliche Anteilnahme mit der junge Mila machen für den Leser das Lesevergnügen aus.

In kleinen Rückblenden erfährt man, was Mila nach Amerika verschlagen hat, wie es ihr dort erging und wie ihre Erlebnisse zu der Geiselname im Krankenhaus führten. Parallel dazu bangt man um die Patienten im Krankenhaus, zu denen auch die hochschwangere Jane Rizzoli gehört, welche aufgrund der Umstände nicht als draufgängerische Polizistin agieren kann. Dafür muss sie ihre Aufmerksamkeit zwischen dem aktuellen Fall und der Geburt ihres Kindes teilen, was leider nicht sehr gut gelingt. Auch der Leser leidet unter diesen Umständen. Denn auch wenn man so manche Unglaubwürdigkeit zugunsten einer spannenden emotionalen Geschichte hinnimmt, so sprengt es doch die Toleranz, die der Leser aufbringen mag, wenn die gerade entbundene Polizistin mit dem Baby auf dem Arm aus dem Fenster klettert und über Stock und Stein springt, um die Bösewichte zu fassen.

Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen: Tess Gerritsen hätte in diesen Fall nicht unbedingt Jane Rizzoli als frisch gebackene Mutter einbringen müssen. Ohne die Passagen um die Polizistin, die zwischen Baby und Fall hin- und hergerissen ist, hätte der Roman doch einiges an Glaubwürdigkeit - und somit auch an Spannung - gewonnen. Doch wenn man in der Lage ist, über diesen Teil des Romans hinwegzusehen und sich dafür mehr auf Milas Geschichte und die Verwicklung von FBI und CIA in den Fall konzentriert, dann kann "Scheintot" durchaus ein paar unterhaltsame Lesestunden bieten.



Fazit:

Tess Gerritsens Roman "Scheintot" erfordert vom Leser einiges an Toleranz gegenüber der Darstellung der frisch gebackenen Mutter und Polizistin Jane Rizzoli. Davon abgesehen bietet das Buch zwar keine neue, aber dafür eine gut erzählte Geschichte, die gerade bei dem Gedanken an die Szenen im Leichenschauhaus einiges an Beklemmungen hervorrufen kann. Und dank der Figur der Mila hält "Scheintot" für den Leser doch einiges an Unterhaltung bereit. Nicht gerade einer der besten Romane der Autorin, aber doch ausreichend für etwas Entspannung zwischendurch.

Scheintot - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Tess Gerritsen
Scheintot
Vanish

Übersetzer: Andreas Jäger
Erscheinungsjahr: 2006



Autor der Besprechung:
Konstanze Tants

Verlag:
Limes

Preis:
€ 21,95

ISBN:
978-3-8090-2504-7

416 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Eine alte Idee spannend erzählt
  • Bedrückende Szenen
  • Bedrohliche Intrigen in Regierungskreisen
Negativ aufgefallen
  • Unglaubwürdige Darstellung der Jane Rizzoli
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Rezension vom: 19.08.2007
Kategorie: Thriller
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