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Alarm

Story:
In London, New York und Paris fällt der Strom aus und alle, inklusive der Regierungen der drei Länder, glauben an einen Terroranschlag. Eigentlich können diese Blackouts nur auf das Konto der Al Kaida gehen. In der Wüste Arizonas wird indes Josh mit zwei schweren Schussverletzungen von der Ärztin Kate aufgelesen und medizinisch versorgt. Doch Josh kann sich an nichts erinnern. Wie ist er verletzt worden? Warum befand er sich – der er offensichtlich ein Engländer ist – in der Wüste des amerikanischen Westens? Scheinbar ist er ein ehemaliger Soldat, oder vielmehr könnte er es noch sein. Und was hat er mit dem Tod eines jungen Schülers zu tun, dessen Leiche am selben Ort gefunden wurde, an dem ihn Kate aufgelesen hat?

Meinung:
Eigentlich sollte man sich ja nicht mehr darüber wundern, wie ungenügend manche Menschen bei den veröffentlichenden Verlagen mit den eigenen Titeln umgehen. Heyne hat sich nicht nur dafür entschieden den Titel des Buches zu ändern und damit das eigentliche Thema des Buches im Titel endgültig verschwinden zu lassen – Alarm hat eigentlich gar nichts damit zu tun – man hat auch noch einen Klappentext geschrieben, den der Leser lieber ignorieren sollte, damit er nicht zu viel vom Inhalt im Voraus erfährt. Eigentlich sollte ein solcher Text Interesse für ein Buch wecken und nicht gleich mal rund 100 Seiten des Buches im Voraus erzählen. Das ist, so sollte man meinen, ein großes Tabu, das ein Verlag nicht brechen sollte. An dieser Stelle muss also dem zuständigen Redakteur die Note 6 erteilt werden.

Jack Ryan hat sich sehr viel Mühe gegeben seinen Charakter mit dem Namen Josh im Dunkeln darüber zu lassen, was mit ihm geschehen ist. Zwar werden anfangs ein paar Hinweise durch eine Szene in Afghanistan gegeben, in der Josh als Soldat der SAS hinter einem hochrangigen Mitglied der Al Kaida her ist und diesen nur knapp verfehlt. Aber das war es dann auch erst einmal. Nur nach und nach werden auf geschickte Art und Weise Informationen preisgegeben. Ryan lässt dabei vielfach seine eigene Ausbildung bei der SAS mit einfließen und macht dadurch den Roman sehr authentisch. Er spielt auch sehr geschickt mit den Ängsten der Menschen, die durch die inzwischen sehr häufigen Anschläge der Al Kaida aufgekommen sind. Auch wenn Blackouts vielleicht nicht wirklich eine SO große Bedrohung darstellen, wie er es in seinem Buch beschreibt, so ist die Bedrohung einer elektronischen Kriegsführung durchaus real, zumal Hackerangriffe, Würmer und Viren zur alltäglichen Bedrohung auf heimischen Computern gehören. Allerdings – und hier gibt es einen kleinen Kritikpunkt – hätte sich Ryan etwas genauer über die Funktionsweise von Computern erkundigen sollen. Denn seine Beschreibung durch den angeblichen Computerexperten gegen Mitte des Buches ist so nicht ganz schlüssig und offenbart einige Lücken im Wissen des Autors.

Der Rest des Buches ist Hochspannung pur. Sicher: Ryan hat sich eines bekannten Prinzips bedient, um die Spannung zu erzielen. Die Amnesie seines Hauptdarstellers ist nichts wirklich Neues. „Agent Ohne Namen“ oder in der Neuverfilmung „Die Bourne-Identität“ haben es vorgemacht, wie es geht. Aber das restliche Umfeld ist sehr gut dargestellt und offenbart die wirklich eigenen und neuen Ideen. Den Roman kann man nur schwerlich aus der Hand legen, zu sehr drängt sich dem Leser die Frage auf, was denn nun wirklich passiert ist, wie das alles ausgehen wird und so kann man einen solchen Roman durchaus an einem Tag und in einer Nacht durch haben. Bei 380 Seiten ist das auch kein wirkliches Längenproblem. Hinzu kommt noch, dass Chris Ryan seinen Hauptdarsteller sehr menschlich und verletzlich darstellt und durchaus mit Fehlern behaftet. Er ist kein Superagent à la James Bond, sondern ein lebendes, atmendes Wesen, in das sich der Leser sehr leicht hineinversetzen kann.

Fazit:
„Alarm“ ist ein Thriller unter absoluter Hochspannung, den man nicht mehr so leicht aus den Händen legen kann. Die Amnesie des Hauptcharakters sorgt zum Großteil für diese Spannung, aber auch ansonsten hat sich Autor Chris Ryan einiges einfallen lassen, um den Leser bei der Stange zu halten.

Alarm - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Chris Ryan
Alarm
Blackout

Übersetzer: Bernhard Liesen
Erscheinungsjahr: 2005



Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter

Verlag:
Heyne Verlag

Preis:
€ 7,95

ISBN:
978-3-453-43206-2

383 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Hochspannung bis zum Schluss
  • Ein menschlicher Held
  • Realistisches Szenario
Negativ aufgefallen
  • Lieblose Betreuung durch den Verlag
Die Bewertung unserer Leser für dieses Book
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 07.01.2007
Kategorie: Thriller
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