Splashpages  Home Books  Rezensionen  Rezension  James Bond 13: Der Mann mit dem Goldenen Colt
RSS-Feeds
Podcast
https://splashbooks.de/php/images/spacer.gif

In der Datenbank befinden sich derzeit 2.451 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...
Rezensionen Splash! Hits Covergalerie Gesammelte Leseproben

James Bond 13: Der Mann mit dem Goldenen Colt

Story:

Nach den Ereignissen von "Man lebt nur zweimal" bestehen Zweifel an James Bonds Leistungsvermögen. Deshalb erhält er von M einen riskanten Auftrag. Er soll Paco "Pistols" Scaramana erledigen. Doch die Frage ist, wer am Ende wen jagt.



Meinung:

"Der Mann mit dem goldenen Colt" ist Ian Flemings vorletzter "James Bond"-Roman. Es wird dann nur noch "Octopussy" herauskommen, und dann hat der Cross Cult alle "007"-Bücher des Autoren neu herausgebracht. Das bedeutet jedoch nicht das Ende der Reihe, da der Verlag mit den direkten Nachfolgern weitermachen wird. Man darf gespannt sein, wie diese Geschichten werden.

Nach den Ereignissen von "Man lebt nur zweimal" gibt es Stimmen innerhalb des Geheimdienstes, die daran zweifeln, das James Bond jemals wieder der Alte sein wird. Doch M, sein Vorgesetzter, wischt die Zweifel beiseite. Er gibt 007 einen gefährlichen Auftrag, der schon viele vor ihm das Leben gekostet hat. Er soll Paco "Pistols" Scaramanga umbringen.

Dieser ist ein Krimineller, der auf Jamaika lebt. Seine Spezialität ist es, seine Opfer mit einem goldenen Colt umzubringen. Und eine Kugel ist für einen gewissen James Bond reserviert, von dessen Mordauftrag er weiß. Jedoch weiß er nicht, dass 007 bereits vor Ort ist und quasi ihm unter der Nase agiert.

Es ist ein ungewöhnlicher Anfang, den Ian Fleming für "Der Mann mit dem goldenen Colt" gewählt hat. Einer, der Zweifel weckt. Zunächst an James Bond, ob jener jemals wieder der Alte sein wird. Und dann an M, weil dieser trotz allem an seinen Mann zu glauben scheint, nur um ihn dann auf einen Auftrag zu schicken, der praktisch einem Todeskommando gleichkommt.

Doch Ian Fleming begründet die Entscheidung des Vorgesetzten von 007 glaubwürdig. Und er macht klar, dass gerade um die Fähigkeiten von James Bond zu beweisen, M ihn auf diesen mörderischen Auftrag schicken muss. Und so ist der Auftakt nicht nur ungewöhnlich sondern auch logisch geschildert.

Danach geht es nach Jamaika, wo man wiederholt merkt, dass Bond immer noch mit Problemen zu kämpfen hat. Wiederholt hat er die Chance seinen Auftrag erfolgreich zu beenden, nur um im letzten Moment davor zurückzuschrecken. Das humanisiert den Superagenten und macht klar, dass er eben nicht unverwundbar ist.

Stattdessen schildert Ian Fleming die Anstrengungen, die James Bond unternimmt, um Scaramangas kriminelle Organisation zu infiltrieren. Und da blitzt der alte 007 auf, wenn er mit einer unglaublichen Chuzpe sich Scaramanga als persönlichen Assistent anbietet. Ein Zeichen seiner Nervenstärke, die langsam zurückkehrt.

Und soweit liest sich der Roman auch durchaus vergnüglich. Doch leider scheitert er am Ende an Scaramanga selber. Der Gegenspieler wird zunächst gut eingeführt. Sein Debüt lässt ihn als charismatischen Gegenspieler erscheinen. Doch davon ist dann im weiteren Verlauf des Bandes nichts mehr zu spüren. Im Gegenteil: Je mehr Ian Fleming sich bemüht, ihn als glaubwürdigen Anführer einer kriminellen Vereinigung darzustellen, desto mehr erzeugt die gegensätzliche Wirkung. Viel zu sehr erscheint er als eine Art zu groß gewordener 08/15-Killer, der durch Gewalt herrscht. Kein Vergleich zu einem Stavro Blofeld oder Auric Goldfinger.

Deshalb enttäuscht das Buch auch. Es ist zwar noch zum "Reinschauen" zu empfehlen. Zu mehr aber auch nicht.



Fazit:

"Der Mann mit dem goldenen Colt" ist Ian Flemings "James Bond"-Roman mit dem ungewöhnlichsten Beginn. Geschickt säht der Autor Zweifel an Bond und an M, und baut darauf im weiteren Verlauf des Romans auf. Der 007 dieser Geschichte ist ein anderer, als den man zuvor kennenlernte. Und doch blitzt wiederholt der alte James auf, den man kennt. Leider ist Scaramanga trotz vielversprechendem Beginn kein interessanter Gegenspieler sondern langweilt schnell.



James Bond 13: Der Mann mit dem Goldenen Colt - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Ian Fleming
James Bond 13: Der Mann mit dem Goldenen Colt
James Bond - The Man with the Golden Gun

Erscheinungsjahr: 17. März 2014



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 12,80

ISBN:
978-3-86425-094-1

240 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Ungewöhnlicher Beginn
  • Ein anderer James Bond
Negativ aufgefallen
  • Scaramanga kann nicht überzeugen
Die Bewertung unserer Leser für dieses Book
Bewertung:
Keine Bewertung vorhanden
Bewertung
Du kannst dieses Book hier benoten. Oder schreib doch einfach selber eine Rezension!

Persönlichen Bookmark setzen für diese Seite
Diese Seite als Bookmark bei Blinklist hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei del.icio.us hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Digg hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Fark hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Furl hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Google Bookmarks hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Mister Wong hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei myYahoo hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Netscape hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Newsvine hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Reddit hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei StumbleUpon hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Technorati hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Yigg hinzufügen  
Oder diesen Dienst benutzen: Social Bookmark Button

Rezension vom: 04.06.2014
Kategorie: Thriller
«« Die vorhergehende Rezension
Bluthunger: Die dunklen Fälle des Harry Dresden 6
Die nächste Rezension »»
Erbarmungslos
Leseprobe
Zu diesem Titel liegt derzeit keine Leseprobe vor. Sie sind Mitarbeiter des Verlags und daran interessiert uns für diesen Titel eine Leseprobe zu schicken? Dann klicken Sie hier...
Das sagen unsere Leser
Zu diesem Titel existieren noch keine Rezensionen unserer Leser. Wenn Du möchtest, kannst Du eine Rezension zu diesem Titel beisteuern. Klicke dazu hier...