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Paris: Roman einer Stadt

Story:

Die Geschichte von sechs Familien in Paris ist über Jahrhunderte miteinander verwoben. Im 19. und 20. Jahrhundert wachsen die beiden unterschiedlichen Brüder Thomas und Luc Gascon in Montmatre auf und schlagen sich durch ihr Leben. Während Thomas beim Bau des Eiffelturms hilft wird Luch Chefkellner im Moulin Rouge. Die Familie Blanchard, welche sich für Kunst interessiert. Roland deCygnes, welcher die Ansichten des alten Adels vertritt und Jaques LeSourd, welcher ebenjenen töten möchte.



Meinung:

Edward Rutherford, geboren in England, Salisbury, studierte in Cambridge bevor er in den Buchhandel einstieg. Anfang der 90er veröffentlichte er sein erstes Buch "Sarum", ein Epos, der die über 10000jährige Geschichte von Salisbury und Stonehedge erzählt. Weitere Bücher von Rutherford erzählen die Geschichte von New York, London, Russland und über einen Teil der englischen Geschichte (Der Wald der Könige). Alle Bücher zeichnen sich dadurch aus, dass sie sehr ausführliche, historische Epen sind.

Die Geschichte Paris ist äußerst faszinierend und fast immer mit dem aktuellen Weltgeschehen eng verknüpft. Die Zerschlagung des Templerordens, die Französische Revolution, der Antisemitismus und die Résistance im zweiten Weltkrieg. Rutherford schreibt über viele historische Ereignisse und wie die Folgen die Stadt beeinflusst haben. Sie kann grausam sein, fördert aber auch die Kunst und das gute Leben. Nach dem Lesen dieses Buches möchte der Leser am liebsten seine Koffer packen, nach Paris fahren und die schönen Gebäude, die Brücken und den Flair von Paris erleben.

Der Autor versucht in seinem Buch viele Zeitstränge miteinander zu verflechten. Leider gelingt ihm dies nur mäßig. Zum einen ist die Geschichte nicht chronologisch erzählt und bis auf die Jahreszahlen findet man auch weder in der Wortwahl, noch der Beschreibung Paris eine große Hilfestellung in der Einordnung der einzelnen Kapitel in den Zusammenhang. Eine kleine Hilfe liefert der Stammbaum der sechs Familien auf den ersten Seiten.

Zum anderen erfüllen einzelne Kapitel keinen offensichtlichen, dramaturgischen Grund, außer eine weitere Epoche dieser Stadt zu erzählen. Die Figuren tauchen nur ein einziges Mal genau in diesem Kapitel auf und stehen außer familiären Beziehungen, welche sich teilweise über Jahrhunderte hinziehen, in keinem Zusammenhang zu anderen Charakteren. Bei dem einen oder anderen verheißungsvollen Anfang wartet der Leser vergebens auf ein Ende.

Die Charaktere an sich sind sehr flach und eindimensional. Häufig zeichnen sie sich nur durch eine einzige Charaktereigenschaft aus und auch die Kommentare anderer Figuren über einen Charakter ähneln sich. Selten besitzen die Figuren Tiefgang. Sie wirken wie Schauspieler, die nur einen einzelnen Gesichtsausdruck zeigen, wie Statisten. Besonders historische Charaktere, welche oft eingeflochten werden, wirken sehr hölzern.

Hinzukommt, dass die Gespräche der Figuren oft eine Aneinanderreihung von Fakten über Paris oder die französische Lebensart ist. Hilfreich ist da für den Autor, dass er häufig ausländische Figuren einflicht, denen Paris gezeigt und erklärt werden muss. Die Dialoge und die Beziehungen untereinander gewinnen dadurch wenig Tiefgang. Dennoch ist das Buch genau deswegen lehrreich.

Als Negativpunkt sollte auch noch erwähnt werden, dass häufig Sätze grammatikalisch falsch sind und auch Druckfehler, wie mehrmalige Anführungszeichen häufiger in dem Buch zu finden sind. Außerdem umfasst ein Kapitel viele Seiten, wodurch die Langatmigkeit des Romans noch unterstrichen wird.



Fazit:

Das Buch ist nicht mitreißend, nicht faszinierend und häufig sehr langweilig. Dennoch erweckt es Paris als Metropole zum Leben und versucht zu erklären warum die Franzosen so stolz auf ihre Hauptstadt sind. Leider endet das Buch Mitte des 20 Jahrhundert. Ein Kapitel über die aktuellen Geschehnisse nach deGaulle, zum Beispiel die Probleme in den Arondissement, hätte dem Buch eine frische Note verliehen.



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Edward Rutherfurd
Paris: Roman einer Stadt
Paris

Übersetzer: Dietlind Falk, Lisa Kögeböhn
Erscheinungsjahr: 27. Oktober 2014



Autor der Besprechung:
Henriette Kreimeyer

Verlag:
Blessing

Preis:
€ 29,99

ISBN:
978-3-89667-515-6

928 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Beschreibung Paris
Negativ aufgefallen
  • Langweilige Figuren
  • Unübersichtlich
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Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 20.07.2015
Kategorie: Historisches
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