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Kleine Gefallen: Die dunklen Fälle des Harry Dresden Band 10

Story:

Mab, Königin des Winterhofs, fordert von Harry Dresden einen Gefallen ein. Keinen großen, nur einen kleinen. Er soll auf seinen Lieblingsfeind Johnny Marcone aufpassen. Was natürlich wieder alles andere als einfach ist, als er dabei auf Denarianer stößt. Und aufpassen muss, dass Mitglieder des Sommerhofs ihn nicht umbringen.



Meinung:

Was die "Harry Dresden"-Reihe von Jim Butcher auszeichnet ist, dass der Autor Antagonisten erschafft, die keine simplen Bösewichte sind, sondern durchaus differenziert dargestellt werden. Und so kann man sich in "Kleine Gefallen" auf eine Art Best Off freuen, da sowohl Johnny Marcone als auch die Denarianer auftauchen.

Es gibt für Harry Dresden schönere Momente, als eine Begegnung mit der Königin des Winterhofs. Er schuldet nämlich Mab noch zwei Gefallen. Einen davon fordert sie jetzt ein. Er soll auf Johnny Marcone aufpassen. Doch Dresden kommt zu spät. Er findet heraus, das der oberste Boss aller Ganoven von Chicago von den Denarianern entführt wurde, was nichts Gutes bedeutet.

In seiner Not wendet sich Harry Dresden an Ivy, das aktuelle Archiv. Doch gleichzeitig muss er auch um sein Leben fürchten. Denn sein Angriff auf das Herz des Winters mit dem Feuer des Sommers in "Schuldig" hat die Kräfte der letzteren Macht auf den Plan gerufen. Und sie würden nichts lieber tun, als ihn umzubringen.

Harry Dresden ist im Laufe seiner Abenteuer schon vielen Gegenspielern begegnet. Mit manchen, wie den Vampiren des Weißen Hofs, hat er sich arrangiert. Mit anderen, wie den Denarianern, ist das nicht möglich. Sie sind auch die gefährliches aller Antagonisten, denen der Magier jemals begegnet ist. Schon eine kleine Anzahl von ihnen hat ausgereicht um ihn und allen Rittern des Kreuzes in die Schranken zu weisen.

Und in "Kleine Gefallen" tauchen sie nahezu alle auf. Jedenfalls alle, die frei sind, was aber immer noch eine große Menge ist. Und man erhält darüber hinaus viele Andeutungen darüber, wie der innere Zusammenhang dieser so gefährlichen Gruppierung ist. Was jedoch an ihrem Bedrohungspotential und der Intelligenz ihres Anführers Nicodemus nichts ändert. Im Gegenteil: Mehr denn je hat man das Gefühl, dass die Denarianer eine Bedrohung sind, die man nie und zu keinem Zeitpunkt unterschätzen darf.

Das zeigt sich besonders bei dem Plan, den Nicodemus hat und in die Tat umsetzt. Es ist ein überaus komplexer, mit vielen Wendungen und Intrigen. Bei anderen Autoren würde man angesichts der Umsetzung mit den Augen rollen und die Idee für übertrieben halten. Doch Jim Butcher kennt natürlich seine Figuren und seine Leser. Und deshalb ist die Art und Weise wie er den Plan des Obersten der Schwarzen Denarianer beschreibt, so gelungen. Denn in diesem Fall bleibt dem Leser die Spucke weg, weil es so gut beschrieben wird.

Erstaunlicherweise taucht Johny Marcone, der ja der Stein des Anstoßes ist, im Laufe der Handlung kaum auf. Erst gegen Ende trägt er zur Handlung bei und tut dies auf seine übliche Art und Weise, die seine Widersprüchlichkeit exzellent darlegt. Auch hier zeigt sich das Können des Autors, eine Geschichte so zu konstruieren, dass das Fehlen einem erst dann auffällt, als man schon mit dem Roman durch ist.

Für viel schwarzen Humor sorgen die Geißlein, die Vertreter des Sommerhofes, die hinter Harry Dresden her sind. Einerseits sorgt ihre Vorgehensweise dafür, dass man so etwas wie Respekt für sie erhält. Andererseits sind sie Garantien für einige Lacher, die ihre Auseinandersetzung mit Harry Dresden auslöst. Besonders der Auftritt des ältesten Bruders gegen Ende der Geschichte ist einfach wunderbar komisch, da der Autor hier mit den Erwartungen des Lesers spielt.

Natürlich ist "Kleine Gefallen" ein "Klassiker" und ein "Splashhit". Anders ist man es ja schon längst nicht mehr gewohnt.



Fazit:

Zum zehnten Mal schreibt Jim Butcher ein Abenteuer seines Magiers "Harry Dresden". Dieses Mal heißt der Roman "Kleine Gefallen" und bringt den Titelhelden wie üblich in eine prekäre Situation. Dieses Mal muss er der Winterkönigin Mab einen Gefallen tun und muss sich am Ende nicht nur gegen Kräfte des Sommers auseinandersetzen, sondern auch gegen die Schwarzen Denarianer. Und diese werden in diesem Band ausführlich dargestellt. Der widerwillige Respekt für ihre Kräfte und die bösartige Schläue ihres Anführers Nicodemus wächst dabei enorm. Dabei ist es bewundernswert, wie gut es Jim Butcher gelingt, die Intelligenz von letzterem darzustellen. Interessant ist weiterhin, das Johny Marcone, der der Stein des Anstoßes in dieser Geschichte ist, nur am Ende auftaucht. Und für Humor, wenn auch ziemlich schwarzen, wurde mit den Geißlein gesorgt.



Kleine Gefallen: Die dunklen Fälle des Harry Dresden Band 10 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Jim Butcher
Kleine Gefallen: Die dunklen Fälle des Harry Dresden Band 10
Small Favor

Übersetzer: Dominik Heinrici
Erscheinungsjahr: 18. September 2012



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Feder und Schwert

Preis:
€ 14,99

ISBN:
978-3-86762-109-0

608 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Denarianer werden ausführlich dargestellt
  • Widerwilliger Respekt gegenüber Nicodemus Plänen
  • Schwarzer Humor durch die Geißlein
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 11.12.2014
Kategorie: Fantasy
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