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Paranoia: Die Rache

Story:
Marias Leben ist ein Trümmerhaufen. Ihre Liebe Joseph ist tot, ermordet. Ihr Sohn Christopher wurde entführt. Und sie kann niemandem vertrauen, denn jeder könnte es auf ihr Leben abgesehen haben. Was soll sie also tun?

Meinung:

Als "Paranoia - Der Hinterhalt" auf Splashbooks besprochen wurde, war die Begeisterung für das Werk sehr zurückhaltend. Doch der Roman war ein Erfolg, so dass jetzt mit "Paranoia - Die Rache" die Fortsetzung vorliegt. Und vermutlich in einem Jahr wird dann auch der Abschlussteil, der noch nicht veröffentlicht worden ist, vorliegen. Wie wird sich also Trevor Shanes Thrillerfortsetzung halten?

Innerhalb weniger Augenblicke wurde das Leben der 18jährigen Maria zerstört. Ihr Mann Joseph ist ermordet worden, ihr Sohn Christopher entführt, und das alles nur, weil sie aus dem Krieg ausgestiegen sind. Ihr kann niemand helfen, weshalb sie beschließt, die Angelegenheit selber in die Hand zu nehmen. Sie nimmt Kontakt zu Josephs altem Freund Michael auf und wird von ihm im Töten ausgebildet. Ihr Ziel: Ihren Sohn wiederzukriegen, egal wie.

In der Zukunft wird auch das Leben von Addy und Evan auf den Kopf gestellt. Ihr Haus wird von Polizisten, Mitgliedern einer Sondereinheit, überfallen. Und nur sie beide sind die letzten Überlebenden. Sie wissen von dem Krieg und schnell wird ihnen klar, dass dieser Vorfall außergewöhnlich war. Er passt nicht zu der bislang bekannten Vorgehensweise der Kriegsparteien. Und so wird schnell klar, dass die Dinge sich verändert haben. Nur wieso?

Wer bei "Paranoia - Die Rache" auf eine Aufklärung der Hintergründe gehofft hatte, der wird enttäuscht sein. Denn noch immer lässt Trevor Shane seine Akteure und seine Leser im Unklaren. Es gibt nichts, keine Andeutung und keinen Hinweis darauf, wer genau die einzelnen Kriegsparteien sind und wieso sie sich gegenseitig bekämpfen. Doch erstaunlicherweise führt dieses Mysterium nicht dazu, dass man beim Lesen frustriert ist. Im Gegenteil: Dadurch, dass auch die einzelnen beteiligten Personen nichts Genaueres wissen, hat man nicht das Gefühl, dass einem etwas vorenthalten wird.

Das heißt, etwas erfährt man doch über den Krieg. Dass es nämlich solche Personen gibt, die sich bewusst raushalten, die versuchen auszusteigen. Es gibt einen richtigen Untergrund, der versucht, Aussteigern beim Untertauchen zu helfen. Womit sie sich zu Zielscheiben der jeweiligen Kriegsparteien machen. Es ist genau die richtige Menge an Aufklärung, die dafür sorgt, dass man an dem Buch kleben bleibt.

Zwei Handlungsstränge ziehen sich durch den gesamten Roman. Da ist einmal Maria, die auf der Suche nach ihrem gekidnappten Sohn ist. Und musste man im vorherigen Buch noch bemängeln, dass sie viel zu passiv war, so ändert sich dieser Eindruck im Laufe des Bandes. Denn sie wird selber aktiv, ergreift Initiative und beginnt sich so zu verändern. Damit einher ist eine eindrucksvolle Charakterveränderung, die klar macht, wie weit sie bereit ist zu gehen, um ihren Sohn wiederzuerlangen.

Ihr zur Seite steht Michael, der ehemalige Freund von Joseph. Aus ihm wird man nicht ganz schlau. Einerseits steht er auf der Seite von Maria, hilft ihr so gut es geht. Aber andererseits taucht zu einfach wieder in seinen alten Beruf als Killer ein und führt ihn scheinbar ohne Gewissensbisse aus. Er ist daher eine faszinierende Person.

Der zweite Handlungsstrang scheint in der nahen Zukunft der Geschichte zu spielen. Unregelmäßig streut Trevor Shane stilistisch deutlich unterscheidbare Kapitel ein, in denen das Schicksal von Addy und Evan erzählt wird. Während Maria aus der Ich-Perspektive beschrieben wird, ist es bei ihnen ein unsichtbarer Dritter. Zu Beginn fragt man sich noch, was ihre Buchabschnitte sollen. Doch dann tauchen auf einmal bekannte Namen auf, und es gibt erste Hinweise, was für eine Funktion ihre Erlebnisse haben. Man erfährt nämlich, dass der Konflikt sich zu verändern beginnt, dass die alten Spielregeln anscheinend außer Kraft gesetzt werden. Mit unabsehbaren Konsequenzen.

Doch leider braucht der Roman, bis er in die Gänge kommt. Erst nach den ersten 100, 125 Seiten hat man das Gefühl, das sich Trevor Shane warmgeschrieben hat. Dann beginnen die einzelnen Plots auf einmal damit, die Aufmerksamkeit des Lesers einzufangen. Während man zuvor eher gelangweiligt weiterblätterte, ertappt man sich auf einmal dabei, wie man bewusst langsam liest, um ja nichts zu verpassen.

Damit ist auch klar, dass "Paranoia - die Rache" besser als ein Vorgänger ist. Unbedingt "Reinschauen".



Fazit:

"Paranoia - Die Rache" ist eine gelungene Fortsetzung. Trevor Shane schildert, wie der Konflikt sich zu verändern beginnt und was das für Auswirkungen hat. Gleichzeitig wird auch der Feldzug von Maria dargestellt, die endlich ihren Sohn wiederhaben möchte. Bei letzterer ist positiv zu erwähnen, wie sehr sie sich im Laufe des Buches verändert. Doch auch die Veränderungen des Krieges sind interessant zu lesen. Jedoch braucht der Band, um interessant zu werden. Man muss schon die ersten 100 bis 125 Seiten durchhalten, bis die Handlung so spannend ist, dass man nicht mehr von ihr loslassen kann.



Paranoia: Die Rache - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Trevor Shane
Paranoia: Die Rache
Childen of the Underground

Übersetzer: Thomas Bach
Erscheinungsjahr: 15. Juli 2013



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Goldmann Verlag

Preis:
€ 16,99

ISBN:
978-3-442-31266-5

448 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Der Krieg verändert sich
  • Spannend Geschrieben
  • Maria verändert sich
Negativ aufgefallen
  • Braucht, um Fahrt aufzunehmen
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Rezension vom: 12.03.2014
Kategorie: Thriller
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