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Silber

Story:

Sie nennen sich die "Jünger Judas". Sie sorgen für Aufsehen, als sich in 13 Städte 13 ihrer Märtyrer das Leben nehmen. Und dies ist der Auftakt zu 40 Tagen und 40 Nächten des Terrors. Die einzige Hoffnung, sie aufzuhalten, besteht in einem Team erfahrener Spezialisten, die außerhalb der Gesetze agiert. Doch schaffen sie es, den Kult rechtzeitig aufzuhalten?



Meinung:

Als der Cross Cult-Verlag "Silber" im Oktober 2011 herausbrachte, passte der Titel nicht so recht ins Programm. Schließlich konzentrierte sich der Verlag damals auf Horror- und Science Fiction-Romane, wie beispielsweise die "Primeval"-Reihe. Und letztere lieferte die Verbindung zu dem Band.

Denn Steven Savile kennt man hierzulande aus seinem Buch "Im Schatten des Jaguars", mit dem er die erste Geschichte zu der eben genannten Serie (Basierend auf einer TV-Reihe) lieferte. Der 1969 in Groß Britannien geborene Autor, lebt heute in Schweden. Neben seiner Tätigkeit als Fantasy-, Horror-, und Thriller-Schriftsteller ist er ebenfalls als Redakteur tätig. "Silber" ist der Auftakt zu einer Roman-Reihe, deren nächster Teil "Gold" dieses Jahr herauskommen wird.

Jesus wurde durch Judas verraten. Dieser erhielt 30 Silberlinge dafür. Doch in Wahrheit wurde er von dem Sohn Gottes persönlich gebeten, seine schreckliche Tat durchzuführen. Nur, dass dies die anderen Jünger davon nichts wussten. Sie verachten ihn für seine Tat und er und seine Nachkommen werden deswegen gejagt. Bis irgendwann seine Enkel aus den Münzen einen silbernen Dolch schmieden. Doch mit dem Untergang von Masada ging auch das Wissen über diese Waffe verloren.

Jetztzeit: In 13 Städten rund um die Welt bringen sich 13 Menschen um. Sie verkünden 40 Tage und Nächte des Schreckens, an deren Ende der Glaube fallen wird. Und tatsächlich kommt es in der folgenden Zeit wiederholt zu Terroranschlägen, mit vielen Opfern. Sir Charles Windham nimmt sich der Sache an. Er hat ein Team aus erfahrenen Spezialisten gesammelt, viele von ihnen ehemalige Geheimagenten. Offiziell existiert seine Organisation nicht, was sie umso privilegierter macht, sich der Sache anzunehmen. Und die Zeit drängt, denn es scheint so, als ob jemand es auf das Leben des Papstes abgesehen hat.

Liest man sich die Inhaltsangabe durch, fällt einem unwillkürlich der Name Dan Brown ein. Der Schriftsteller erlangte durch seinen Thriller "Der DaVinci-Code" Berühmtheit, in dem er unter anderem die christliche Mythologie neu interpretierte. Doch sollte man nicht den Fehler machen, Steven Saviles Roman mit diesem bekannten Werk zu vergleichen. Denn "Silber" hat mit dem Roman nichts gemein.

Der Autor versteht sich darauf, ein Team zu schildern, wie man es aus dem Fernsehen kennt. Eine geheime Gruppe, außerhalb des Gesetzes agierend und besetzt mit Spezialisten. Doch der Schriftsteller macht von Beginn an klar, dass man es hier nicht mit Superhelden zu tun hat, sondern mit normalen Menschen, die ihre eigene Vergangenheit besitzen und auch Fehler haben.

Da wäre beispielsweise Orla Nyrèn, deren Eltern aus Italien und Schweden stammen. Sie selbst lebte in Israel, ehe sie das Land verließ, weil sie als Soldatin von Terroristen gefangen genommen und vergewaltigt wurde. Ein Ereignis, dass sie prägte. Doch sie zerbricht nicht daran.

Sie alle sind Sir Charles Windham hörig. Ein alter, an den Rollstuhl gefesselter Mann. Und gleichzeitig ein Bastard vor dem Herren, der sein Team manipuliert, als ob sie Puppen wären. Doch tut er dies stets aus einem bestimmten Grund, um die besten Resultate zu erzielen.

Dies sind nur zwei Beispiele aus einer Menge an hervorragenden Charakterisierungen. Saviles Protagonisten existieren nicht nur auf dem Blatt, sondern werden im Geist des Lesers lebendig. Sie alle wirken realistisch, glaubwürdig. Und gleichzeitig verfügt jeder von ihnen über eine eigene Stimme und Motivation. Nie verliert der Autor dies aus den Augen, sondern baut es, wie beispielsweise die Vergangenheit von Orla, mit in die Handlung ein.

Doch im Vordergrund steht die Jagd nach dem oder den Missetätern. Und dies ist der eigentliche Grund weshalb der Roman sich so spannend liest. Der oder die Gegenspieler bleibt die meiste Zeit anonym. Bis auf ein paar Schlaglichter auf die ausführenden Terroristen erfährt man nichts über ihn, außer dem bereits angesprochenen Ziel den Glauben zu stürzen. Die Taten sprechen, und nicht irgendwelche verrückten Mörder!

Diese charakterisieren die Organisation hinter den Anschlägen als jemanden, der gefährlich ist. Immer scheint sie der Gruppe einen Schritt voraus zu sein. Sie scheint gewitzte und äußerst intelligente Köpfe zu besitzen. Man muss die Agenten, die die Anschläge aufklären, schon fast bemitleiden, weil sie ihr nie auch nur ansatzweise nahe genug kommen.

Deshalb wird der Roman zu einem echten Page-Turner. Savile versteht es, den Leser bei Stange zu halten. Gezielt streut er Momente ein, in dem einen der Atem förmlich wegbleibt. Etwa, wenn das geheime Hauptquartier von Windhams Gruppe angegriffen wird. Man wird das Buch erst dann aus der Hand legen, wenn man es durchgelesen hat. Vorher wird dies einem nicht möglich sein!

"Silber" ist nicht nur etwas für Thriller-Fans, sondern auch für solche, die das Genre kennenlernen wollen. Ein "Klassiker", der die splashhit-Auszeichnung deutlich verdient hat.



Fazit:

Mit "Silber" präsentiert der Cross Cult-Verlag einen Thriller von Steven Savile. Der in Schweden lebende Autor erzählt eine packende Geschichte mit überzeugenden Figuren. Jeder Charakter wirkt dreidimensional und deshalb auch überzeugend. Auch die Feinde überzeugen, gerade weil man so wenig über sie erfährt. Sie bleiben nahezu anonym und lassen ihre Taten sprechen. Der Roman ist ein wahrer Page-Turner, den man erst aus der Hand legen kann, wenn man durch ist. Sehr gelungen!



Silber - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Steven Savile
Silber
Silver

Übersetzer: Joachim Riefer
Erscheinungsjahr: 10. Oktober 2011



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 22,00

ISBN:
978-3-941248-38-0

413 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Spannend Geschrieben
  • Realistische Charaktere
  • Ein wahrer Page-Turner
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 11.03.2012
Kategorie: Thriller
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