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Amelia Peabody 03: Der Mumienschrein

Story:
Die Familie Emerson ist wieder in ihrem Element: Amelia Peabody und ihr Mann Radcliffe sind zurück in Ägypten und widmen sich archäologischen Ausgrabungen. Diesmal haben sie auch ihren kleinen Sohn Walter, genannt Ramses, mitgenommen. Aber die neue Grabungskampagne geht nicht ohne Schwierigkeiten vonstatten. Noch bei der Anreise in Kairo finden die beiden einen halbseidenen Antiquitätenhändler erhängt auf. Kurz darauf wird in ihr Hotelzimmer eingebrochen.

Dann bekommen sie anstelle des aussichtsreichen Gebietes, auf das sich beide gefreut hatten, ein schon vor Jahrhunderten geplündertes Gräberfeld zugewiesen – kaum Aussichten, dort spektakuläre Funde zu machen. Ihr Wunschgebiet gräbt der Leiter der Antikenverwaltung derweil kaum einen Steinwurf entfernt selbst aus. Ihr Lager müssen sie in einem verlassenen Kloster aufschlagen, wo angeblich böse Geister spuken. Das macht es schwer, aus der abergläubischen Bevölkerung Hilfskräfte zu rekrutieren. Und im nächsten Dorf wirken gleich zwei christliche Geistliche, ein unfreundlicher koptischer Priester und ein unsympathischer amerikanischer Missionar.

Als Peabody unter den Arbeitern einen Mann entdeckt, den sie schon in Kairo bei dem ermordeten Antiquitätenhändler gesehen hatte, ist ihr Spürsinn geweckt. Und es wird immer deutlicher, dass es hier nicht nur um geschmuggelte Antiquitäten geht...

Meinung:
Der dritte Band aus Elizabeth Peters Romanreihe um Amelia Peabody fühlt sich an wie das Wiedersehen mit alten Bekannten. Emerson ist so grummelig und direkt bis unhöflich wie eh und je, Peabody selbst hält sich noch immer eher selten an Konventionen, und der kleine Ramses ist unübersehbar der Sohn seiner Eltern. Gelegentlich wird er sogar seiner Mutter zu viel.

Für den Leser bedeutet das jedoch vor allem viel Vergnügen. Wie die drei durch Ägypten und die damaligen guten Sitten wirbeln wie eine erschreckte Katze durch ein sorgfältig dekoriertes Empfangszimmer macht einfach Spaß. Dass hinter dem ungewöhnlichen Benehmen von Peabody, Emerson und Ramses immer deutlich das berühmte goldene Herz steckt, steigert die Freude nur noch.

Man merkt deutlich, dass die Autorin ihr Muster gefunden hat. Die Rollen des schmachten Paares, das zueinander finden muss (wenn nötig mit leichter Nachhilfe von Peabody) übernehmen diesmal der junge Diener John, der eigentlich mitgereist war, um auf Ramses aufzupassen, und Chastitiy, die hübsche Schwester des Missionars. Peabodys detektivischer Spürsinn wird früh ausgelöst, während ihr Ehemann das für Hirngespinste hält, die die beiden nur von der archäologischen Arbeit abhalten. Und natürlich gibt es eine feine Dame aus der Gesellschaft, deren Bekanntschaft den Emersons etwa so willkommen ist wie Zahnschmerzen. Peters gelingt es, dass man als Leser ähnlich empfindet.

Überhaupt soll das eben Gesagte nicht bedeuten, dass die Charaktere nur Abziehbilder für ihre Rollen wären. Die Hauptfiguren sind das unter Garantie nicht. Auch die Charaktere, die offenkundig nur für diesen Band geschaffen wurden, nehmen zwar jeweils einen erkennbaren Platz in der vorgegebenen Konstellation ein, aber sie erschöpfen sich nicht darin. John ist nicht nur der junge Mann, der sich Hals über Kopf verliebt hat, de Morgan ist nicht nur der akademische Rivale Emersons und so fort. Jeden von ihnen baut die Autorin wenigstens ein Stückchen darüber hinaus zu einer "echten" Figur aus.

Anknüpfungspunkte an die reale Erforschung der altägyptischen Geschichte gibt es ebenfalls wieder. War die Geschichte im Vorgänger Der Fluch des Pharaonengrabes deutlich sichtbar an die Geschehnisse um den angeblichen Fluch von Tutanchamun angelehnt, taucht diesmal etwa ein junger archäologischer Assistent namens Howard Carter auf. Die Kriminalgeschichte ist auch in diesem Band eher Mittel zum Zweck, damit Peabody in Aktion treten und ihre Eigenheiten ausleben kann als klassischer Whodunit. Am Ende interessiert es den Leser mehr, dass alle die Geschichte gut überstanden haben, als wer es denn nun im Detail gewesen ist.

Zusammenfassend kann man sagen, wer die Reihe mag, wird auch an diesem Band Gefallen finden. Wer sich jedoch bisher noch nicht für Amelia Peabodys Abenteuer begeistern konnte, wird auch von "Der Mumienschrein" kaum überzeugt werden.

Fazit:
Ein weiterer Peabody. Das sind gute Nachrichten für Fans, die an den Eskapaden der drei (diesmal ist Söhnchen Ramses mit von der Partie) viel Freude haben werden. Wer sich für die bisherigen zwei Bände jedoch nicht erwärmen konnte, wird auch von diesem Roman eher nicht überzeugt werden.

Amelia Peabody 03: Der Mumienschrein - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Elizabeth Peters
Amelia Peabody 03: Der Mumienschrein
The Mummy Case

Übersetzer: Monika Koch
Erscheinungsjahr: 2000



Autor der Besprechung:
Henning Kockerbeck

Verlag:
Ullstein

ISBN:
978-3548249568

312 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Mehr Peabody, was alle Fans freuen wird
  • Nahezu jede Nebenfigur wird wenigstens ein Stück weit über ihre Rolle hinaus charakterisiert
  • Ramses - genug gesagt
Negativ aufgefallen
  • Mehr Peabody, was alle nicht vom Hocker reißen wird, die auch bisher nicht begeistert waren
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Rezension vom: 21.11.2011
Kategorie: Historisches
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