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Arcanum - Im Zeichen des Kreuzes

Story:

Als der Interpol-Ermittler Nick Dial zu einem Tatort gerufen wird, erwartet ihn eine Überraschung. Jemand hat einen Mann im wahrsten Sinne des Wortes ans Kreuz geschlagen. Und schon bald erfährt er, dass auch in drei anderen Ländern gleiche Taten geschehen sind. Die Spur führt nach Orvieto, einer Stadt in Umbrien, wo im Mittelalter die Päpste ihren Sitz hatten. Und dort gibt es das größte Geheimnis des Christentums, wofür eine geheimnisvolle Gruppe bereit ist, alles zu machen. Sogar unschuldige Menschen umzubringen.



Meinung:

Mit seinen Romanen wie beispielsweise "Der DaVinci-Code" hat Dan Brown eine Welle losgetreten. Immer mehr Bücher kamen heraus, die sich mit religiösen Verschwörungen beschäftigten. Da ist es schwer, sich aus dieser Masse herauszutun. Auch Chris Kuzneski versucht mit "Arcanum" sein Glück.

Ehe der Amerikaner Chris Kuzneski anfing, Romane zu schreiben, arbeitete er als Englischlehrer. 2002 erschien sein Erstlingswerk "The Plantation" und seitdem hat er regelmäßig neue Bücher geschrieben. Alle seine Geschichten sind durch die Protagonisten Jonathon Payne und David "D. J." Jones miteinander verbunden. "Arcanum" ist sein Deutschland-Debüt, dem bislang keine weiteren Werke gefolgt sind. Für das Verständnis der Geschichte sind keine Vorkenntnisse nötig.

Eines Tages wird der Pater Erik Jansen überfallen und genauso wie Jesus Christus ans Kreuz geschlagen. Schon bald wird klar, dass dies keine Einzeltat ist, sondern in der restlichen Welt weitere solche Morde passiert sind. Interpol übernimmt die Ermittlungen, und ihr Agent Nick Dial stößt bald auf eine Verschwörung, die ihren Ursprung in einem archäologischen Fund hat.

Die Personen, die diese Entdeckung gemacht haben, sind Professor Dr. Charles Boyd und seine Assistentin Maria Pelati. Auf sie wird dann schon bald ein Mordanschlag verübt, so dass sie fliehen müssen. Gleichzeitig geraden die beiden Amerikaner Jonathon Payne und David Jones bei einer geheimen Mission in Gefangenschaft. Sie sind ohne offiziellen Auftrag unterwegs, und die einzige Möglichkeit, frei zu kommen besteht darin auf das Angebot eines mysteriösen Mannes einzugehen. Dieser will, dass sie den Wissenschaftler mitsamt seiner Entdeckung aufspüren und gefangen nehmen. Doch die zwei Ex-Soldaten ahnen, dass an diesem Fall etwas nicht stimmen kann, und drehen daher nach ihrer Freilassung ihr eigenes Ding. Sie tun sich mit dem Archäologen zusammen und erleben schon bald ein turbulentes Abenteuer.

Schon vorab lässt sich sagen, dass Chris Kuzneski mit seinem Thriller das Genre nicht unbedingt neu erfindet. Zu bekannt kommt einem der Plot vor, zu wenig variiert werden die einzelnen Elemente. Man hat es erneut mit einer großen Verschwörung zu tun, die, wie sollte es auch anders sein, auf einer wichtigen archäologischen Entdeckung basiert, die sie möglichst unter den Teppich kehren wollen, koste es, was es wolle, notfalls auch Menschenleben.

Auch ist klar, welche der Figuren gut und böse sind. Sie sind in ihren Taten klar voneinander abgegrenzt, und es kommt an keiner Stelle zu Übergängen. Genauso wenig gibt es auch Grautöne. Diese Schwarz/Weiß-Malerei der Personen ist in Thrillern weit verbreitet, auch wenn es enttäuschend ist, wenn kein Autor sich daran wagt, aus der Norm auszubrechen.

Die Handlung an sich ist wenig glaubwürdig. Da bringt diese ominöse Verschwörungsgruppe in aller Öffentlichkeit Menschen um, und keiner erfährt etwas davon. Auch bleibt sie die ganze Zeit merkwürdig gesichtslos. Es gibt keine Figur, die dieser Seite ein Gesicht geben könnte.

Besser sieht es auf der Seite der Guten aus. Sie alle sind eindeutig identifizierbar, genauso wie auch deutlich ist, was ihre jeweilige Funktion ist. Die beiden Ex-Soldaten sind fürs Grobe zuständig. Wenn es um Action geht, sind sie an der Reihe, und erledigen ihre Sache mehr als ordentlich. Dabei fällt auf, dass sie ohne irgendeine Schwäche dargestellt werden. Sie sind ihren Gegnern sowohl körperlich als auch geistig ständig überlegen, was nach einiger Zeit nervt.

Der Auslöser für die Handlung sind die beiden Archäologen. Sie sind für den intellektuellen Anteil an der Geschichte zuständig und lösen so immer wieder neuen Ärger aus. Schön ist, dass die zwei Figuren sehr glaubwürdig wirken, was man insbesondere an Maria Pelati sieht. Sie, die einzige Frau im ganzen Cast, ist auf jeden Fall keine "Damsel in Distress".

Schade ist, dass die Handlungsebene um Nick Dial im ganzen Buch ein wenig untergeht. Denn er ist von allen Figuren die sympathischste, was man vor allem an seiner scharfsinnigen und unkonventionellen Art festmachen kann. Seine Erlebnisse laufen leider viel zu lange losgelöst vom Hauptplot und überschneiden sich erst im letzten Viertel des Buches mit ihm.

Und so ist "Arcanum" kein hervorragender Thriller, sondern eher "Für Zwischendurch" geeignet.



Fazit:

Mit seinem Deutschland-Debüt "Arcanum" schreibt Chris Kuzneski keinen bahnbrechenden Roman. Vielmehr folgt er den breiten Pfaden, die unter anderem Dan Brown im Thriller-Genre bereits geschlagen hat. Seine Figuren sind klar und eindeutig in ihrer Zugehörigkeit zu Gut und Böse, genauso wie es ihre Rollenverteilung ist. Trotzdem sind die Charaktere sympathisch geschrieben und widersetzen sich sogar teilweise dem Klischee, das man sonst mit ihrer Funktion verbinden würde.



Arcanum - Im Zeichen des Kreuzes - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Chris Kuzneski
Arcanum - Im Zeichen des Kreuzes
The Sign of the Cross

Übersetzer: Regina Winter
Erscheinungsjahr: 1, Oktober 2008



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Knaur

Preis:
€ 8,95

ISBN:
978-3-426-63528-5

528 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Einige Figuren entsprechen nicht dem typischen Rollenklischees
Negativ aufgefallen
  • Klare Schwarz/Weiß-Trennung bei den Figuren
  • Klare Aufgabenverteilung
Die Bewertung unserer Leser für dieses Book
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 18.10.2011
Kategorie: Thriller
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