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Vampire Earth 04 - Saat der Nacht

Story:

Nachdem David Valentine mit seinen Freunden zurück in seine Heimat gekommen ist, muss er feststellen, dass diese vom Feind überrannt wurde. Um das eigene Überleben zu sichern, werden er und seine Leute Teil der gegnerischen Armee. Doch insgeheim wartet er nur darauf, einen Aufstand zu entfesseln, um die Kräfteverhältnisse wieder ins Lot zu bringen.



Meinung:

Mit "Saat der Nacht" erscheint nun von E. E. Knight der vierte Band seiner "Vampire Earth"-Saga. Gleichzeitig ist der Roman auch eine Fortsetzung der Ereignisse aus "Donnerschläge". In jenem Buch reiste David Valentine nach Haiti, um dort eine Wunderwaffe gegen die Kur zu erhalten.

Diese sind Außerirdische, die sich, ähnlich wie Vampire, von der Lebensenergie anderer ernähren. Vor Jahren haben sie die Erde erobert und eine Schreckensherrschaft errichtet. Und nur wenige Menschen wagen es, ihnen Widerstand zu leisten. David Valentine ist einer von diesen und gleichzeitig auch noch etwas Besonderes. Denn er wurde von den Weltenwebern, den friedlichen Brüdern der Kur, mit speziellen Fähigkeiten ausgestattet, die ihn zu einer menschlichen Katze machen.

E. E. Knight ist in Amerika nicht nur für seine "Vampire Earth"-Serie bekannt, sondern auch für die Fantasy-Reihe "Age of Fire". Diese ist jedoch hierzulande unveröffentlicht, aber vielleicht wird sich irgendwann ein Verlag dazu entschließen, diese Lücke zu füllen.

"Saat der Nacht" spielt einige Zeit nach dem Ende von "Donnerschläge". David Valentine ist mit seinen Leuten wieder in der Heimat angekommen, musste jedoch entsetzt feststellen, dass diese nahezu komplett in den Händen der Kur ist. Mit Mühe und Not findet er ein Überbleibsel des einstigen Widerstandes. Doch ist dies keine Hilfe für ihn, denn diese Bastion, angeführt durch einen General Martinez hat mafiöse Strukturen entwickelt. Valentine kann ein paar Leute von diesem korrupten Offizier loseisen und fasst einen wagemutigen Plan. Er will sich mit all seinen Gefolgsleuten in die Dienste der Kur stellen. Doch nicht etwa, um überzulaufen, sondern in Wahrheit um den Zeitpunkt abzuwarten, an dem sie eine Rebellion aus dem Inneren anzetteln können. Doch bis es soweit ist, muss David jede Menge Kompromisse zwischen seinen Idealen und dem Bemühen, die Tarnung von ihm und seinen Männern nicht auffliegen zu lassen, eingehen.

Die Ausgangssituation von "Saat der Nacht" ist an schonungsloser Hoffnungslosigkeit nicht zu überbieten. Das Kommando Süd, zuständig für den Widerstand in Amerika, ist fast nicht mehr existent, überrannt worden durch die Armee der Kur. Die Weltenweber, jene schon fast mythologischen Figuren und wichtigste Helfer der Gegner ihrer Brüder, sind verschwunden und vielleicht sogar tot. Und dann stößt David Valentine auch noch auf einen Offizier, der diese deprimierende Lage dazu ausgenutzt hat, um sich einen eigenen kleinen Herrschaftsbereich aufzubauen. Es gibt auf den ersten Blick keinen Lichtschimmer, der Hoffnung verspricht. Und dies ist für diese Roman-Reihe ein vollkommen neues Gefühl, welches ihr enorm gut tut.

Umso nachvollziehbarer ist dann David Valentines Plan, sich mit all seinen Gefolgsleuten in der Armee der Kur einzuschmuggeln, um dann einen Gegenschlag zu machen. Eigentlich ist es hirnverbrannt, aber immer noch besser als darauf zu warten, dass man direkt erwischt wird. Es ist ein Plan mit nur einer geringen Chance auf Erfolg. Und dass trotzdem alle mitmachen, liegt vor allem am Charisma ihres Anführers.

In den Bänden zuvor wurde immer wieder als Manko erwähnt, dass David Valentine zu sehr Supermann war, dem alles gelang, was er anpackte. Das hat sich in "Saat der Nacht" gründlich geändert. Zum ersten Mal erlebt man einen Protagonisten, der an sich selbst zweifelt, und der eigentlich an der Größe seines Planes und an den Opfern, die er für das Gelingen bringen muss, fast zerbricht. Dadurch wirkt er endlich menschlich und damit für den Leser sehr sympathisch. Man leidet auf jeder Seite mit ihm.

Und während der Plot fortschreitet, übertritt E. E. Knight eine bestimmte Grenze. Denn man erlebt zum ersten Mal mit, was David Valentine bereit ist, zu opfern, damit sein Plan gelingt. Es ist nicht schön und es stockt einem der Atem, wenn man davon liest. Das man trotzdem weiter am Buch kleben bleibt, zeugt von der Fertigkeit des Autors. Denn dieser lässt die Konsequenz der Szene nicht einfach unter dem Tisch fallen, sondern geht auf sie ein, was dann zu dem nächsten Schock führt.

Zum ersten Mal erlebt man auch die bislang nur erwähnten Bären in Aktion. Diese sind neben den Wölfen und den Katzen eine weitere Spezialeinheit des Widerstandes. Und sie sind furchterregende Kämpfer mit einer großen Widerstandskraft. So erholt sich ein Mitglied dieser Gruppe von einer eigentlich todbringenden Verletzung. Dies ist beeindruckend und furchteinflößend.

Der Autor führt in diesem Roman noch ein weiteres, interessantes Konzept ein. Nämlich, das die Kinder der von den Weltenwebern umgewandelten Menschen, deren Fähigkeiten erben. Und angeblich soll der Vater von David ein Bär gewesen sein.



Fazit:

Mit "Saat der Nacht" liefert E. E. Knight den bislang besten Teil seiner "Vampire Earth"-Sage ab. Der Roman ist zu Beginn von einer starken Hoffnungslosigkeit gekennzeichnet. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die Leute David Valentines riskantem Plan so willig zustimmen. Denn dieser ist allemal besser, als auf das Ende zu warten. Dabei erlebt man zum ersten Mal in dieser Serie einen Helden, der an sich selbst fast zerbricht. Denn er muss jede Menge Opfer bringen, damit er sein Ziel erreichen kann. Gleichzeitig schockt der Autor seine Leser, als er zum ersten Mal näher beleuchtet, was sein Haupt-Protagonist bereit ist, zu tun, um erfolgreich zu sein. Es ist nicht schön, wird aber konsequent und gut umgesetzt.



Vampire Earth 04 - Saat der Nacht - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

E. E. Knight
Vampire Earth 04 - Saat der Nacht
Vampire Earth - Valentine\\\\\\\'s Rising

Übersetzer: Frauke Meier
Erscheinungsjahr: 3. Mai 2010



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Albarello

Preis:
€ 8,95

ISBN:
978-3-453-52688-4

496 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Endlich ein Valentine, mit dem man mitfühlen kann
  • Eine perfekt beschriebene Hoffnungslosigkeit am Anfang des Buches
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für dieses Book
Bewertung:
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Rezension vom: 25.09.2010
Kategorie: Science Fiction
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