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Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty

Story:

Solid Snake ist auf geheimer Mission auf einem amerikanischen Tanker unterwegs, um Fotos vom neuen Kampfroboter "Metal Gear RAY" zu schießen. So wollen er und sein Freund Otacon die Existenz eines neuen "Metal Gear" Typen beweisen. Doch während ersterer nach dem Roboter sucht, übernimmt eine Truppe von russischen Terroristen unter der Führung von Revolver Ocelot das Kommando auf dem Schiff. Dieser stiehlt die Kampfmaschine und versenkt dabei den Tanker, wobei Snake ums Leben kommt.

Jahre später ist der junge Foxhound Agent Raiden auf der Meeresreinigungsanlage Big Shell unterwegs, um dort einige Geiseln, u.a. den Präsident der Vereinigten Staaten, aus der Hand der Terroristengruppe "Sons of Liberty" zu befreien. Anführer dieser Gruppierung soll Solid Snake sein. Nach und nach kristallisiert sich heraus, dass neben den bereits bekannten Kidnappern noch eine weitere Gruppe namens Dead Cell auf der Anlage unterwegs ist. Bei seinen Spionagearbeiten erfährt Raiden durch den amerikanischen Präsidenten von der Existenz der Patriots, einer geheimen Organisation, welche hinter allen politischen Entscheidungen steckt. Der Agent weiß kaum noch wen er eigentlich trauen kann, aber er weiß, dass die "Sons of Liberty", welche u.a. planen Manhattan mitsamt der Börse zu zerstören, aufgehalten werden müssen. Zusammen mit einigen Verbündeten, welche er auf der Plattform antrifft, geht er auf Konfrontationskurs...



Meinung:

Die Vorlage für dieses Buch, bildet das bekannte Computerspiel "Metal Gear Solid 2", welches 2001 von der Spieleschmiede Konami veröffentlichte wurde. Wie bereits der Vorgänger hat auch dieser Titel jede Menge Auszeichnungen und hohe Bewertungen in den Fachzeitschriften bekommen.
Panini Books bringt nun knapp acht Jahre nach dem europäischen Erscheinungsdatum die Buch-Adaption auf den deutschen Markt heraus. Die Handlung des Romans wurde eins zu eins von der Vorlage übernommen, sodass Kenner sich sicherlich schnell in die Geschichte einlesen können, ohne bei den vielen Namen der Darsteller ins Stocken zu gelangen.


Und das wäre auch schon der erste Kritikpunkt. In dem Buch kommen eine Vielzahl von Protagonisten vor, so dass der Leser des Öfteren zurückblättern muss, um nicht den Überblick zu verlieren. Schon die kurze zweiseitige Einleitung, welche noch einmal die Geschehnisse des ersten Teils wiedergibt, ist mit so vielen Namen vollgestopft, dass man hinterher kein bisschen schlauer ist. Und dieses verbessert sich im Verlauf des Buches in keinster Weise. Auch wenn viele der Personen sterben, so kommen immer wieder neue Darsteller dazu, so dass man selbst am Ende des Buches überlegen muss, wer denn nun "Solid Snake", "Solidus Snake" oder "Liquid Snake" waren (das sind übrigens drei Brüder, welche allesamt in die Aktionen verstrickt sind).

Neben diesem Wust an Personen, stellt die Vielzahl der Befehle, die der Hauptdarsteller Raiden ausführen muss, einen weiteren Kritikpunkt dar. In einem Spiel ist es sicherlich sinnvoll, dem Spieler jede Menge Missionen zu geben und ihn somit Stückchen für Stückchen zum Ziel bzw. zur finalen Erkenntnis zu bringen. Doch bei einem Buch wünscht sich der Leser einen direkten Zusammenhang zwischen einzelnen Aktionen und eine gewissen roten Faden, dem man folgen muss. Auch wenn "Metal Gear Solid" ein Agentenspiel ist und somit verschiedene geheime Aufgaben die Regel sind, so ist es in diesem Roman mehr ein Krampf, statt ein Spaß, dem Protagonisten bei seinen Tätigkeiten beizuwohnen. Irgendwann verliert selbst der gewissenhafteste Leser hier den Überblick, was aber im Grunde genommen egal ist, denn so richtig logisch ist selbst die finale Aufklärung nicht. Diese strotzt nur so vor amerikanischen Patriotismus, dass man zwangsläufig mit dem Kopf schütteln muss. Ein "Metal Gear RAY", welcher sich UNBEMERKT durch Manhattan bewegt, dann vor der George Washington Statue stehen bleibt und diese nur leicht antippt. Dann die amerikanische Flagge, welche sich durch einen Windstoß vom Mast löst und auf den toten Superschurken liegen bleibt, ja das ist es was der Leser lesen will, oder nicht? Hier kann jeder selbst entscheiden.

Genug gemeckert. Käufer des Romans wissen sicherlich durch das Spiel auf was sie sich einlassen. Daher muss auch nicht extra erwähnt werden, dass Leser des Buches hier mit allerlei Begriffen aus der Waffentechnik konfrontiert werden, welche stellenweise nur für Kenner einen Sinn ergeben.
Werden die oben erwähnten Kritikpunkte außer Acht gelassen, ergibt sich ein durchschnittlicher Roman, welcher viele Zwiegespräche, detaillierte Ortsbeschreibungen und natürlich einen sehr Actionreichen Inhalt beinhaltet.

Autor dieses Romans ist Raymond Benson, der eigentlich Erfahrung mit Agentenromanen hat. So hat er einige Zeit "James Bond"-Geschichten geschrieben, aber auch Videospieladaptionen. So stammen aus seiner Feder Bücher zu "Splinter Cell" als auch dem ersten "Metal Gear Solid"-Titel. Des weiteren hat er auch bei Computer- und Videospielen wie "Ultimate VII" mitgearbeitet.



Fazit:

Dieses Buch ist schwierig. Der Inhalt von der terroristischen Bedrohung und einer neuen Waffentechnik ist sicherlich interessant, die Umsetzung in Buchform dafür aber misslungen. Autor Raymond Benson hält sich strikt an die Vorgaben aus dem Spiel und überlässt es somit dem Leser nachvollziehbare Schlüsse aus der Vielzahl an Informationen zu ziehen. Nicht alles, was als Spiel gut ist, wird auch als Buch ein Knaller. "Metal Gear Solid 2" ist ein Beweis dafür.



Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Raymond Benson
Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty
Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty

Übersetzer: Cora Hartwig
Erscheinungsjahr: 25. Mai 2010



Autor der Besprechung:
Christian Recklies

Verlag:
Panini Books

Preis:
€ 9,95

ISBN:
978-3833220470

332 Seiten
Positiv aufgefallen
  • grundlegender Inhalt ist interessant
Negativ aufgefallen
  • schlechte Umsetzung des Spiels in Buchform
  • verwirrend und stellenweise nicht nachvollziehbar
  • am Ende zu viel amerikanischer Pathos
Die Bewertung unserer Leser für dieses Book
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Rezension vom: 23.08.2010
Kategorie: Allgemeine Belletristik
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