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Solange die Nachtigall singt

Story:

Ursprünglich sollte es nur für eine Nacht sein. Eine Nacht, die der achtzehnjährige Jari im abgeschiedenen Haus der wunderschönen und geheimnisvollen Jascha verbringen will. Doch schon bald wird daraus mehr, und der Junge gerät in tödliche Gefahr.



Meinung:

Früher hatten Wälder etwas mysteriöses, ja schon fast etwas unheilvolles an sich. Davon zeugen viele Märchen. Doch im Laufe der Zeit hat das Geheimnisvolle nachgelassen. Trotzdem oder gerade deshalb hat die Autorin Antonia Michaelis einen solchen Forst als Handlungsort für ihren Roman "Solange die Nachtigall singt" gewählt.

Die Autorin wurde 1979 in Kiel geboren, wuchs in Süddeutschland auf und zog nach ihrem Abitur quer durch die Welt. Sie reiste unter anderem nach Italien oder in die Türkei. Sie studierte an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald Medizin. Seit 2002 ist sie eine fleißige Autorin, mehrere Kinder- und Jugendbücher. Auch Theaterstücke stammen von ihr. Ihr Roman "Der Märchenerzähler" wurde vielfach ausgezeichnet oder für renommierte Preise, wie den Deutschen Jugendliteraturpreis, nominiert.

Jari ist 18 Jahre alt, und hat vor kurzem seine Tischlerlehre in der Werkstatt seines Vaters abgeschlossen. Jetzt hat er einige Tage frei, und möchte die Zeit nutzen, um eine dreiwöchige Wanderung zu unternehmen. Er möchte etwas die Freiheit und Natur genießen, und vielleicht sogar mit einem Mädchen eine kurze Affäre haben.

Doch dann lernt er in einer kleinen Galerie, ein geheimnisvolles Mädchen kennen. Zuerst erscheint sie ihm hässlich, doch dann verwandelt sie sich förmlich vor seinen Augen in eine Schönheit. Sie lädt ihn ein, eine Nacht in ihrem Haus, tief im Nebelwald zu verbringen. Und Jari sagt zu. Doch dann wird aus der einen Nacht mehr, und schon bald droht dem Jungen tödliche Gefahr.

Das erste, was am Roman auffällt, wenn man ihn liest, ist die Sprache. Frau Michaelis schreibt sehr lyrisch, weshalb die Wortwahl auch blumig wirkt. Sehr viele Allegorien und Metaphern sind in diesem Werk vorzufinden. Das erinnert an "Ich fürchte mich nicht", von Tahereh H. Mafi. Und dieser Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. Allerdings trägt dies zur Atmosphäre des Bandes bei.

Frau Michaelis erzeugt gekonnt eine mysteriöse Atmosphäre. Der Wald und das Haus wirken merkwürdig und faszinierend zu gleich. Und wenn dann die titelgebende Nachtigall singt, spürt man gemeinsam mit der Protagonistin Jascha eine Gänsehaut, auch wenn man nicht weiß, wieso.

Andererseits sorgt der Sprachstil auch dafür, dass man nur schwer in die Handlung hineinfindet. Es wirkt manchmal so, als ob die Autorin mehr auf die Sprachbilder geachtet hat, als auf die Handlung an sich. Mit der Konsequenz, dass man als Leser stellenweise Mühe hat, sich dazu zu bringen, weiterzulesen.

Auch langweilt das Buch. Es gelingt Frau Michaelis nicht, dem Leser ihre Protagonisten näher zu bringen. Und das führt dazu, dass sie einem egal sind. Man fühlt nicht mit ihnen, egal welches Schicksal ihnen widerfährt. Was wiederrum ein schlechtes Zeichen für die Geschichte ist.

Das Buch ist wirklich ein zwiespältiges Leseerlebnis. Und deshalb erhält es auch die Bewertung "Für Zwischendurch".



Fazit:

"Solange die Nachtigall singt" ist ein modernes Märchen für Jugendliche. Der Schreibstil ist blumig und die Autorin sorgt gekonnt für eine mysteriöse Atmosphäre. Doch die Sprache sorgt dafür, dass man nur schwer ins Buch hineinfindet. Des Weiteren langweilt die Handlung. Die Protagonisten wirken distanziert, weshalb sie dem Leser egal sind.



Solange die Nachtigall singt - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Antonia Michaelis
Solange die Nachtigall singt
Erscheinungsjahr: September 2012



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Oetinger

Preis:
€ 16,95

ISBN:
978-3-7891-4293-2

447 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Blumig geschrieben
  • Mysteriöse Atmosphäre
Negativ aufgefallen
  • Hat Längen
  • Protagonisten wirken distanziert
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Rezension vom: 16.07.2013
Kategorie: Kinder- & Jugendbuch
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