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Das Dunkle Volk: Mondschein

Story:

Cicely Waters kehrt nach langer Zeit in ihre Heimatstadt New Forest zurück. Doch dort erwarten die Hexe Chaos und Zerstörung. Das dunkle Volk ist wieder erwacht, und nur sie kann sie aufhalten.



Meinung:

Was gehört zu einer zünftigen "Urban Fantasy"-Reihe? Natürlich eine toughe Heroin, die Nägel zum Frühstück isst. Dann auch noch ein äußerst attraktiver männlicher Gegenpart. Und beide befinden sich in einer Welt, in der mystische Wesen existieren. Am besten natürlich Vampire und/oder Werwesen. Auf "Das Dunkle Volk: Mondschein" trifft dies alles zu.

Die Autorin Yasmine Galenorn hat bereits Erfahrungen mit dem "Urban Fantasy"-Genre gesammelt. Sie ist hierzulande für ihre "Schwestern des Mondes"-Serie bekannt. Die Amerikanerin hat einen akademischen Grad im Theater und bezeichnet sich selber als praktizierende Schamanin. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren Katzen in Seattle.

Cicely Waters ist eine Hexe, wenn sie auch nicht besonders viel Erfahrung mit ihrer Gabe hat. Ihre Mutter nahm sie vor vielen Jahren mit sich und gemeinsam zogen sie durch die Staaten. Nie blieben sie allzu lange an einen Ort und nur selten kehrte sie nach Hause zurück. Doch nachdem ihre Mama gestorben ist, zieht es sie zurück nach New Forest, ihrem Zuhause.

Kaum ist sie allerdings gemeinsam mit ihrem Windelementar Ulean zurückgekommen, muss sie erfahren, dass sich vieles geändert hat. Ihr bester Freund und gleichzeitig ihre Geliebter, Grieve, ein Feenprinz, befindet sich im Bann dunkler Mächte. Der Indigo-Hof, Vampirfeen, ist aufgewacht und ist dabei, die Macht über die Stadt an sich zu reißen. So wird Cicely zu einem Verbündeten der Vampire und muss sich gemeinsam mit ihren Freunden daran machen, ihr Zuhause zu retten.

"Das Dunkle Volk" umfasst bislang drei Bände, wovon der letzte dieses Jahr noch in den USA herauskommen wird. Hierzulande ist der zweite Roman unter dem Titel "Eishauch" für September angekündigt.

Schon gleich mit dem Beginn der Geschichte schafft die Autorin eindeutige Fakten. Ohne Probleme gelingt es ihr, eine Atmosphäre des Unheils und der Bedrohung heraufzubeschwören. Denn das Dunkle Volk agiert ziemlich unerschrocken. Es holt sich seine Opfer zu jeder Tageszeit, bevorzugt magisch begabte Wesen. Und die für die Ordnung zuständigen Behörden tun nichts.

Es ist ein Gefühl der Hilflosigkeit, dass sich im Leser ausbreitet. Verstärkt wird es noch dadurch, das auch die mystischen Wesen von der sich ausbreitenden Gefahr nicht unberührt zeigen. Eine Feenkönigin beispielsweise muss fliehen und untertauchen, und das obwohl sie nicht zu unterschätzen ist. Damit wird verdeutlicht, wie gefährlich der Indigo Hof ist.

Auch bevölkert Frau Galenorn die Stadt New Forest mit allerlei magischen Begabten. Es gibt Hexen, Traumwandler und Werwesen, vor allem unter den Handlungsträgern. Doch das Problem ist, dass sie zu viele dieser Protagonisten einführt. Sie überschwemmt förmlich die Handlung damit, was dazu führt, das man als Leser die Übersicht verliert, wer jetzt was für eine Begabung hat. Das ist insofern schade, als das einige Charaktere durchaus interessant sind.

Dies trifft allerdings nicht auf Cecily zu. Für eine Protagonistin ist sie viel zu unselbstständig. Sie hat eigentlich keine eigene Meinung, und wenn doch, wird diese durch die Auffassungen anderer unterdrückt. Das fängt schon mit Ulean an, auf deren Wort die Hexe hört. Wenn der Windelementar sagt, dass sie jemandem trauen soll, tut sie das. Auch bei ihrer Liebe Grieve ist dasselbe. Sie liebt ihn so sehr, dass sie ihn nicht als Gefahr wahrnimmt, und versucht ihn zu retten. Selbst dann, wenn dies unmöglich ist.

Dies führt auch dazu, dass man für die Figur kein Gefühl kriegt. Was ist ihre Motivation, ihr Antrieb? Die Gründe werden zwar genannt, bleiben jedoch im Ungefähren. Es fehlt dem Charakter deutlich an Tiefe.

Vielleicht wird der zweite Band besser. Doch bis dahin muss einiges passieren. Denn so ist der Roman nur "Für Zwischendurch" zu empfehlen.



Fazit:

Mit "Das Dunkle Volk: Mondschein" fängt die Autorin Yasmine Galenorn eine neue Romanserie an. Der Band überzeugt durch die düstere und unheilvolle Atmosphäre. Der Feind ist praktisch im Vorteil und die Protagonisten selbst müssen sich anstrengen, um selber nicht unterzugehen. Dazu kommt auch, dass sehr viele mystische Wesen die Stadt New Forest bevölkern. Zu viele, denn ein Großteil des umfangreichen Casts besteht aus diesen. Und dabei verliert man sehr leicht den Überblick darüber, wer jetzt was für eine Begabung hat. Auch die unselbstständige Protagonistin stört. Sie hat im Prinzip keine eigene Meinung, sondern folgt gehorsam jedem Wort ihres Windelementars Ulean.



Das Dunkle Volk: Mondschein - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Yasmine Galenorn
Das Dunkle Volk: Mondschein
Night Myst

Übersetzer: Kerstin Winter
Erscheinungsjahr: 1. Juni 2012



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Knaur

Preis:
€ 9,99

ISBN:
978-3-426-51115-2

400 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Viele mystische Wesen unter den Protagonisten...
  • Düster Atmosphäre
Negativ aufgefallen
  • ...zu viele, da man den Überblick verliert
  • Protagonistin zu unselbstständig
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Rezension vom: 15.06.2012
Kategorie: Fantasy
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