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Fakten rund um den Nobelpreis für Literatur
Zum Abschluß noch einige Fakten rund um den wichtigsten Literaturpreis:
  • Einige herausragende Autoren haben, aus den unterschiedlichsten Gründen, nie den Nobelpreis erhalten. Darunter sind Leo Tolstoy, James Joyce, Marcel Proust, Virginia Woolfe, Mark Twain, Henrik Ibsen oder Getrude Stein
  • In insgesamt sieben Jahre wurde der Preis nicht verliehen: Keinen Preisträger gab es im Jahr 1914, 1918, 1935 und 1940 bis 1943.
  • Viermal wurden zwei Preisträger ausgezeichnet, nämlich 1904 (Frédéric Mistral, José Echegaray y Eizaguirre), 1917 (Karl Adolph Gjellerup, Henrik Pontoppidan), 1966 (Shmuel Yosef Agnon, Nelly Sachs) und 1974 (Eyvind Johnson, Harry Martinson).
  • Der jüngste Preisträger, Rudyard Kipling, erhielt den Nobelpreis 1907 im Alter von 42 Jahren. Der älteste Preisträger war Theodor Mommsen mit 84 Jahren im Jahr 1902.
  • Zwei Preisträger lehnten den Preis ab. 1958 zwang die Sowjetunion Boris Pasternak, den Nobelpreis für Literatur abzulehnen. 1964 lehnte Jean Paul Satre den Preis ab, da solche Ehrungen die Verpflichtungen eines Autors seinen Lesern gegenüber stören könnten.
  • In der über einhunderjährigen Geschichte des Preises wurden bisher gerade mal zehn Frauen ausgezeichnet.
Wie wird der Preisträger ausgewählt?

Alle Kandidaten für den Nobelpreis für Literatur müssen von qualifizierten Personen vorgeschlagen werden. Qualifiziert sind unter anderem Mitglieder der Schwedischen Akademie der Wissenschaften und vergleichbarer Institutionen, Universitätsdozenten in literarischen und linguistischen Fächern und frühere Preisträger. Man kann sich nicht selbst vorschlagen. Die Vorschläge - abgesehen von dem, der dann tatsächlich den Preis verliehen bekommt - bleiben für die folgenden 50 Jahre streng geheim. Um mehr Nominierungen zu erhalten, lädt die Akademie im Herbst des jeweiligen Vorjahres mehrere hundert Persönlichkeiten und Institutionen aus dem Kreis der Vorschlagsberechtigten ein, einen Kandidaten zu nominieren. Pro Jahr gehen in Stockholm etwa 250 bis 300 Vorschläge ein.

Aus diesen wählt die Akademie dann den Preisträger. Dabei wird sie unterstützt von einem Ausschuß aus vier oder fünf Mitgliedern der Akademie, die für jeweils drei Jahre gewählt sind. Der Ausschuß bereitet die Diskussion über die Kandidaten vor, indem er die Vorschläge entgegennimmt, sammelt und die Kandidaten vorstellt und wenn nötig genauere Nachforschungen anstellt. Am Schluß gibt jedes Mitglied des Ausschusses eine Empfehlung an die Akademie ab, wer in diesem Jahr den Nobelpreis für Literatur erhalten sollte.


Special vom: 12.10.2006
Autor dieses Specials: Henning Kockerbeck
Die weiteren Unterseiten dieses Specials:
Minen, Dynamit und der Nobelpreis: Die Geschichte
Von 1901 bis 2005: Frühere Preisträger
Der Preisträger 2006: Orhan Pamuk
Die Preisträgerin 2007: Doris Lessing
Der Preisträger 2008: Jean-Marie Gustave Le Clézio
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