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Der Sklavenplanet

Story:
Selbst in der Zukunft gibt es noch Sklavenhandel. Und genauso wie zur Blütezeit des Sklavenhandels im alten Amerika gibt es solche, die gegen den Sklavenhandel antreten oder offiziell dagegen sind. Dazu zählen auch Manticore und Haven. Als nun eines Tages ein berühmter Vertreter einer Anti-Sklaverei-Gruppierung stirbt, schickt Manticore ein Mitglied der königlichen Familie nach Erewhon, einem verbündeten Planeten des Sternenkönigreichs. Doch ist die Trauerfeier nicht der einzige Grund für diese Gesandschaft. Durch die Politik von High Ridge, dem momentanen Premierminister von Manticore, verärgert, droht Erewhon von Manticore abzufallen und sich Haven anzuschließen. Und schon bald überschlagen sich die Ereignisse, den so manche dunklen Machenschaften werden aufgedeckt und die Vertreter der Geheimdienste von Manticore, Haven und der Solaren Liga müssen miteinander zusammenarbeiten, wenn sie Mesa, dem Sklavenhersteller #1, eins auswischen wollen.

Meinung:
Die letzten Romane aus dem Honorverse waren langweilig. David Weber verlegte sich im Laufe seiner Romane immer mehr darauf, politische Intrigen zu beschreiben anstatt sich dem zu widmen, was die Buchreihe einst so berühmt machte, nämlich der Schilderung von Raumschlachten. So war ich etwas skeptisch, als ich dieses Buch erhielt. Doch schon nach den ersten Seiten stellte sich etwas ein, was ich bei den letzten Romanen vermisst hatte: Ich konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen sondern musste weiterlesen. Das spricht eindeutig für diesen Roman.

Ich weiß nicht, an wem es liegt, ob David Weber aus seinen Fehlern gelernt hat, oder aber Eric Flint kräftig mitgemischt hat, aber dieses Buch ist mehr als nur gelungen. Es ist sehr witzig geschrieben, mit sehr viel herrlicher Situationskomik. Der Humor kommt nicht mit dem Holzhammer daher, sondern tritt leise durch die Hintertür ein, und macht sich erst dann bemerkbar, wenn man plötzlich laut auflacht. Ein Beispiel hierfür ist die Szene in der Ginny Usher, Vertreterin von Haven, etwas zuviel Alkohol getrunken hat, und dann sich auf den Schoß der Repräsentanten der Solaren Liga erbricht.

Aber der Roman ist nicht nur komisch. Es gibt mehr als genug ernste Szenen, schon fast schreckliche Szenen. Dazu trägt unter anderem das Hintergrundthema des Sklavenhandels mit bei. Bislang wurde dies in den übrigen Büchern nur angerissen, aber in diesem Roman wird das Thema ausführlich behandelt. Und man kann die Abscheu von Manticore und Haven verstehen im Bezug auf dieses Thema.

Was diesem Roman ebenfalls gut tut ist, das die bekannten Figuren wie Honor Harrington nur am Rande auftauchen. So kann sich das Werk voll und ganz auf neue Figuren konzentrieren. Als da zum Beispiel Ruth Winton und Berry Zilwicki wären, zwei junge Mädchen, die eine Mitglied der königlichen Familie, die andere Adoptivtochter von Captain Zilwicki. Durch ihre Jugend und ihre unterschiedlichen Figuren und Charaktere prägen sie den Roman. Sie bieten eine frische Perspektive auf das Honorverse. Besonders Ruth Winton fasziniert durch ihre Gabe blitzschnell eine Situation zu analysieren und Schlussfolgerungen zu ziehen. Ebenso faszinierend ist auch Victor Cachtat, den der Leser auch schon aus „Die Spione von Spinxh“ herkennt. Nur wenn man diesen Roman liest hat man den Eindruck, als ob dies zwei verschiedene Personen wären. Denn dieser Victor Cachat ist vollkommen anders als der Victor Cachat aus „Die Spione von Spinxh“.

Und dann erfährt man als Leser auch noch mehr über die Solare Liga, ein Moloch von einem Staatsgebilde. Doch am besten wird der Roman am Ende, wenn all diese unterschiedlichen Machtfaktoren zusammenarbeiten müssen. Was dann am Ende rauskommt und vor allem die Beschreibung dieses Ergebnisses… Nun, das macht den Roman noch mal so lesenswert.

Fazit:
Nachdem die letzten Romane eher enttäuschend waren, ist „Der Sklavenplanet“ endlich wieder ein gelungenes Buch. Absolute Kaufempfehlung.

Der Sklavenplanet - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

David Weber, Eric Flint
Der Sklavenplanet
Crown of Slaves

Übersetzer: Dietmar Schmidt
Erscheinungsjahr: März 2006



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Bastei Lübbe

Preis:
€ 9,95

ISBN:
3404232925

763 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Endlich wieder ein neuer Honor Harrington Roman
  • Extrem lesbar
  • Überraschende Plottwists
  • Wegweisend für zukünftige Bücher des Honoroverse
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 30.04.2006
Kategorie: Science Fiction
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