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Doctor Who: Die Blutzelle

Story:

Ein Gefängnis am Rande des Universums. Eines Tages wird ein gefährlicher Gefangener eingeliefert, der Der Doktor genannt wird. Und damit fängt das Morden an.



Meinung:

Nachdem man zuletzt ein Abenteuer des sogenannten "War Doctors" bei Cross Cult lesen konnte, wird sich jetzt der aktuellen Inkarnation des Doktors zugewandt, die von Peter Capaldi in der TV-Serie gespielt wird. "Doctor Who: Die Blutzelle" wird dabei von James Goss geschrieben.

James Goss wurde 1974 geboren. Er wurde im Jahr 2000 Senior Content Producer der BBC und kümmerte sich hauptsächlich um die Doctor Who-Webseite kümmern. Daraus baute er eine Homepage, die sich um alles kümmerte, was damals in Sachen Fernsehserien beliebt war, wie zum Beispiel "Farscape" oder "24". Daraus entstand eine größere Arbeit, vor allem für Seitenprodukte von "Dr. Who". So produzierte er zum Beispiel die Zeichentrickadaptionen für die zwei fehlenden Episoden der Story "The Invasion". Ebenso schrieb er auch viele Bücher und Hörspieladaptionen für "Doctor Who" oder "Being Human". "Doctor Who: Die Blutzelle" ist sein Deutschland-Debüt.

Ein Gefängnis am Rande des Universums kriegt einen neuen Gefangenen. Er nennt sich Der Doktor und er ist nicht so einfach gefangen zu halten. Wiederholt bricht er aus, sieht sich um. Es scheint, als ob er aus einem bestimmten Grunde da ist.

Und in der Tat beginnt schon bald darauf eine Mordserie. Etwas oder Jemand tötet die Insassen. Und die Gefängnisdirektion steht dem Geschehen hilflos entgegen. Die einzige Hoffnung scheint auf dem Doktor zu liegen.

Das wunderbare an dem Doktor ist, das jede Inkarnation anders ist. Der vierte Doktor war ein Clown, während die zehnte am menschlichsten wirkte. Und die zwölfte? Er ist ein kleiner Griesgram, zynisch und hochintelligent. Gleichzeitig kümmert er sich jedoch auch um die Menschen und die Unschuldigen. Eine schwierige Person, die in der TV-Serie kongenial von Peter Capaldi dargestellt wird.

Und auch im Buch wird der Charakter des Doktors perfekt wiedergegeben. Es ist eine Freude, seine Auftritte zu lesen und wie er wirklich jede Szene bestimmt, in der er auftaucht. Dasselbe gilt auch für Clara Oswald, seinem Compagnion, die von Jenna Coleman in der TV-Serie dargestellt wird. Auch hier merkt man, wie gut der Autor die Vorlage kennt.

Die Handlung an sich ist auch gut geworden. James Goss baut eine gelungene, gruselige Atmosphäre auf. Man fragt sich wirklich, wer gefangen ist. Die Gefangenen? Oder auch die Personen, die auf sie aufpassen sollen? In der Tat hat man Mitleid mit dem Aufseher, der vom Rest des Universums auf Grund mangelhafter technischer Mittel wie abgeschnitten ist.

Doch dann ist man bei der Hälfte des Romans. Und praktisch alle Spannung, die zuvor behutsam aufgebaut wurde, geht flöten. Das hat mehrere Ursachen.

Zum einen versucht James Goss einen Kommentar zu einer aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung einzubauen. Nur wirkt dies zu gewollt, zu konstruiert. Es überzeugt nicht und ist sogar nervtötend. Es wirkt einfach überflüssig.

Noch schlimmer sind dann die Enthüllungen, hinter den Ereignissen. Hier weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll. Auch diese können nämlich nicht überzeugen. Denn im Gegenteil: Es wirkt zu konstruiert und zu unglaubwürdig, was man hier liest.

Und deshalb wird der Roman am Ende "Für Zwischendurch" empfohlen.



Fazit:

Es ist das Deutschlanddebüt in Romanform für den zwölften Doktor. "Doctor Who: Die Blutzelle" wird dabei von James Goss geschrieben. Und der hat die Charaktere drauf. Sein Doktor und seine Clara Oswald wirken wirklich, wie aus der TV-Serie bekannt. Doch auch die Geschichte liest sich spannend und es wird eine schön gruselige Atmosphäre aufgebaut, die allerdings nach der Hälfte des Buches verloren geht. Der Kommentar auf gewisse gesellschaftliche Entwicklungen wirkt fehl am Platz und die Enthüllungen sind lachhaft.



Doctor Who: Die Blutzelle - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

James Goss
Doctor Who: Die Blutzelle
Doctor Who: The Blood Cell

Übersetzer: Susanne Döpke
Erscheinungsjahr: 25. Mai 2015



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 12,80

ISBN:
978-3-86425-792-6

320 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Wunderbare Charakterisierungen
  • Gelungene Spannung
Negativ aufgefallen
  • Sozialer Kommentar wirkt fehl am Platze
  • Spannung baut in der zweiten Hälfte schnell ab
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Rezension vom: 11.07.2015
Kategorie: Science Fiction
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