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Mythos Academy 5 - Frostnacht

Story:

Während hierzulande noch der Abschluss ihres Romanzyklus um Gwen Frost und den Reigen der mit ihr befreundeten Götterkrieger-Kinder erschienen ist, beschert Jennifer Estep dem Verlagsprogramm von IVI bereits eine zweite deutlich düsterere Romanreihe, doch dazu vielleicht an anderer Stelle mehr. Die Geschichte um das junge Gypsi-Mädchen hat sich in den vergangenen 4 Teilen stets spannend gezeigt, auch wenn der Plot nicht durch unvorhersehbare Wendungen glänzt und die Sprache (das mag an der Übersetzung liegen) sich nicht wie beispielsweise beim zweifelsfrei Pate stehenden Harry Potter mit dem Alter der potentiellen Leserschaft entwickelt hat. Die Rezensionen zu allen vorherigen Teilen findet man auch hier bei Splashbooks, insofern spare ich mir einführende Worte zu den agierenden Personen und der Hintergrundgeschichte. Denn am besten liest sich das Buch ganz klar als Fortsetzung und nicht als Neueinstieg.

Alles beim Alten

Auch wenn sich im fünften und damit vorletztem Teil des Roman-Zyklus nichts Grundlegendes verändert (das würde den zahlreichen Fans sicher auch nicht gefallen), trifft die Autorin dennoch einige Entscheidungen, die der Geschichte noch einmal frischen Wind verleihen sollen. Aber der Reihe nach: Wieder dreht sich in Gwens Welt alles um die Schnitter, die unter Lokis Führung die Welt in Chaos stürzen möchten. Wieder ist die tapfere junge Dame mit den violetten Augen scheinbar die einzige, die zwischen dem endgültigen Sieg der Schnitter oder einem erneuten Zurückschlagen des listenreichen Gottes zu stehen scheint.



Meinung:

Diesmal wurde in der schon arg leidgeprüften Bibliothek der Altertümer ein Anschlag verübt, der Nickamedes beinahe das Leben gekostet hätte. Nur Metis' Heilungskräften ist es zu verdanken, dass das heimtückische Gift der Schnitter sein Werk noch nicht vollenden konnte. Natürlich sind Gwen und ihre Freunde mehr als bereit, alle Gefahren auf sich zu nehmen, um dem Bibliothekar zu heilen. Eine bestimmte Pflanze soll als Antidot dienen, doch diese wächst nur ein den Eir-Ruinen in den fernen Rocky Mountains. All das scheint die Heldin in dieser Geschichte ohne ihren Spartanerfreund Logan durchstehen zu müssen, der nach den aufwühlenden Ereignissen des letzten Bandes die Schule verlassen hat, um Zeit alleine und mit seinem Vater zu verbringen.

Alte Stärken, bekannte Schwächen
Leider wurden neben den altbekannten durch die Bank sympathischen Charakteren auch einige unschönere Seiten der Romanreihe weiter vererbt: So fällt neben der allzu umgangssprachlichen Schreibweise der Autorin vor allem auf, dass man als Leser nach wie vor so gut wie gar nicht überrascht wird. Irgendwie bleibt man zwar trotzdem dran, allerdings wollte ich häufig nur noch meinen Verdacht bestätigt wissen. Das liegt zum einen an dem eher simplen Plot des einzelnen Romans und zum anderen daran, dass Gwen bei jeder sich bietenden Gelegenheit überdeutliche Hinweise und Vorahnungen äußert.

Die Schilderungen der Kämpfe zählten ebenfalls nicht zu den Stärken der ersten drei Bände und leider bleibt sich die Mythos Academy Reihe auch in diesem Punkt treu. Lautmalerei in bester Trash-Serien-Manier und kurze zunehmend blutige Schilderungen vermitteln nicht wirklich einen plastischen Eindruck des Kampfgeschehens.

Einfach mal was Neues sehen
Dieser Twist in der Handlung führt dazu, dass Gwen, Carson, Daphne, und Co. sich den kommenden Gefahren außerhalb der verschiedensten Schulszenarien stellen müssen. Waren es in der Vergangenheit Schichten in der Bibliothek, Konzerte, Bälle, Schulausflüge in Skiressorts und ähnliche Anlässe bei denen die jungen Krieger sich ihrer Haut erwehren mussten, so stellen dieses Mal eine völlig außerschulische Rettungsaktion, eine zweite Mythos Academy und eben die "verfluchten" Ruinen den Handlungsrahmen. Zunächst einmal ist das erfreulich, denn auf dem Gelände der heimischen Mythos Academy noch neue Entdeckungen zu machen, dürfte selbst Gwen mit ihrer Berührungsmagie mittlerweile schwer fallen.

Und neue Verbündete kennen lernen
Mit den neuen Schauplätzen betreten auch neue Charaktere Gwens Kosmos. Da die Protagonisten abseits ihrer geliebten Grandma keine Familie mehr hat, freut sie sich natürlich besonders darüber eine junge, sehr wehrhafte Spartanerin kennenzulernen, die verwandtschaftlich mit der Familie Frost verbunden ist. Details verrate ich hier aus Spoiler-Gründen nicht. Darüber hinaus erhalten die Krieger um Gwen endlich etwas übernatürliche Unterstützung. Das ist toll, waren es doch bisher nur die bösen Schnitter, die auf hausgroßen Rocks (Greifvögel) reiten durften oder sich mit fiesen Methoden die mächtigen Fenriswölfe oder pantherähnliche Raubkatzen gefügig gemacht haben.

Der gänzlich unverbrauchte Schauplatz der Eir-Ruinen und die wie eine Expedition ausgestattete Wanderung der Götterkrieger rund um Gwens Clique macht Spaß, da es so etwas bisher noch nicht gab. Und auch wenn die Interaktion der Freunde untereinander ein festes Element der Geschichten ist, so habe ich dennoch die Szenen in denen Gwen auf sich gestellt ist, als die stärksten empfunden, nicht zuletzt, da besonders dann entscheidende Informationen für den Plot ans Licht kommen.



Fazit:

Der fünfte Band enthält mehr vom Alten, was bei einer so erfolgreichen Reihe nicht schlecht ist, aber dazu kommen im fünften Ableger einige neue Elemente, was durchaus nötig war. Schade ist, dass sich die Sprache nicht mit der potentiellen Leserschaft weiterentwickelt, sondern sehr stark im Umgangssprachlichen bleibt. Dadurch ist es manchmal schwer die Handlung ernst zu nehmen.



Mythos Academy 5 - Frostnacht - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Jennifer Estep
Mythos Academy 5 - Frostnacht
Midnight Frost

Übersetzer: Vanessa Lamatsch
Erscheinungsjahr: 10. März 2014



Autor der Besprechung:
David Weigel

Verlag:
Piper

Preis:
€ 14,99

ISBN:
3492703143

448 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Etablierte Charakter bleiben sich treu
  • Neue Schauplätze bringen Abwechslung
  • Neue Verbündete unter Menschen und Fabelwesen
  • Mehr vom schon Bekannten...
Negativ aufgefallen
  • Mehr vom schon Bekannten
  • Wenig unerwartete Wendungen
  • arg umgangssprachliche "Schreibe"
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Rezension vom: 25.04.2015
Kategorie: Rezensionen
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