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Heliosphere 2265 Band 6: Die Bürde des Captains

Story:

Die HYPERION wird auf eine neue, wichtige Mission geschickt. Sie soll eine Bombe ins Heimatsystem der Parliden transportieren und dort abwerfen. Doch bereits vorab steht fest, dass nicht jeder diesen Auftrag überleben soll.



Meinung:

Mit "Die Bürde des Captains" liegt der sechste Band der "Heliosphere 2265"-Reihe vor. Und laut Angaben des Autors handelt es sich hierbei um die Halbzeit in der aktuellen Handlung. Wie sich diese schlagen wird, wird man in den folgenden Zeilen erfahren.

Mit der Machtergreifung von Admiral Sjöberg ist eine Säuberungswelle durch das Militär und das zivile Leben der Erde gegangen. Jeder, der auch nur ansatzweise im Verdacht stand, mit dem angeblichen Umstürzler Michalew zusammenzuarbeiten, wurde verhaftet und meistens ohne Gerichtsverfahren verurteilt. Dabei war es egal, ob diese Verbindungen jetzt auf realen Annahmen basierten oder nur Mittel zum Zweck waren, um unliebsame Personen zu entfernen.

Die HYPERION blieb von dieser Welle bislang weitestgehend verschont. Sie hatten zwar ihre Ärztin verloren und mit dem E.C. Johnston ein wachsames Auge der neuen Regierung an Bord gekriegt. Doch dabei blieb es auch. Bis jetzt! Denn das Schiff wird auf eine Mission ins Parlidensystem geschickt. Und Johnson hat den Auftrag einige unliebsame Personen umzubringen, wenn die Gelegenheit sich dazu bietet. Ein Auftrag, den er mit Freude erfüllen dürfte.

Und Doktor Petrova? Sie hat das Glück, dass sie noch am Leben ist. Doch ihre neue Heimat ist das Pearl-System, dessen Welt seit dem Angriff aus "Enthüllungen" nur noch eine verstrahlte Kugel ist. Es ist zwar möglich, dort zu leben. Aber das Überleben in diesem Gefangenenlager ist vor allem dank diverser Schikanen alles andere als einfach. Sie selbst hat einen bestimmten Zweck an diesem Ort. Sie weiß nur nichts davon.

"Die Bürde des Captains" ist ein in mehrfacher Hinsicht besonderer Roman. Zum einen markiert er natürlich die Halbzeit des aktuellen Zyklus. Zum anderen schreibt Andreas Suchanek ein Nachwort. Und in diesem verspricht er, dass ein Cliffhanger, wie derjenige, mit dem die Geschichte endet, zumindest im ersten Zyklus nicht noch einmal auftauchen wird.

Dabei ist es gerade dieses Ende, das dem Roman den letzten Schliff gibt, ihn so richtig lesenswert macht. Es ist die Kulmination einer ganzen Kette an Ereignisse, die dafür sorgen, dass man diese Erzählung in einem Rutsch durchlesen wird. Und dabei voller Erwartungshaltung fiebernd weiterblättert.

Es gibt viele interessante Aspekte an diesem Ebook. Dabei fällt vor allem auf, dass der Autor nicht den Fehler begeht, spannende Plots erst irgendwann aufzugreifen, wie es zum Beispiel bei "Perry Rhodan Neo" der Fall ist. Die Geschichte um Doktor Petrova hätte er genauso gut in ein, zwei oder späteren Ausgaben weitererzählen können. Doch er greift den Handlungsfaden jetzt auf!

Dabei erhält man einen wunderbaren Eindruck davon, was mit den Leuten passiert, die Sjöberg loswerden möchte. Die Idee eines Gefangenlagers auf Pearl, auf dem angeblich abtrünnige Offiziere, aber auch Oppositionelle und Journalisten abgeliefert werden, ist genial. Auch die kleinen Eindrücke in das Innenleben jener, die ihre besten Freunde auf dieser Welt verschwinden sehen und dabei machtlos sind, etwas dagegen zu tun, sind grandios geworden.

Doch auch die Erlebnisse von Doktor Petrova sind lesenswert. Andreas Suchanek vergisst kein Detail und klärt so zum Beispiel auf, was es mit dem Handcom auf sich hat, der ihr im letzten Roman zugesteckt worden ist. Die Auflösung dieses Plotdetails dürfte für Aufsehen sorgen.

Natürlich vergisst er auch die HYPERION nicht, auf der ein Großteil der Ereignisse stattfindet. Dabei stechen vor allem zwei Charaktere hervor. Alpha 365 war bereits in "Das Gesicht des Verrats" ein Handlungscharakter, der gefiel. In dem vorliegenden Roman hat er zwar nur eine kleine Rolle inne. Doch das reicht aus, um einen in Staunen zu versetzen, wenn man mitkriegt wie verworren Logik manchmal sein kann.

Die andere Person ist E.C. Johnston. Er ist der Gegenpart zu Alpha 365. Ihn interessiert die Wahrheit nicht, ihn interessiert nur, die Interessen des neuen Regimes durchzusetzen. Auch wenn die unökonomisch und bürokratisch wie sonst was sind. Man merkt ihm an, dass er ein glühender Anhänger ist, der die Befehle von Sjöberg gnadenlos umsetzt. So nutzt er eine schwerwiegende Verletzung von Capain Jayden Cross aus, um ihm ein Mittel zu injizieren, dass ihn umbringen soll. Und das ist nicht die einzige Schandtat, die er im Laufe der Geschichte unternimmt. Dabei geht er raffiniert vor und entpuppt sich so als ernstzunehmender Gegner.

Auch sonst gibt es diverse, interessante Enthüllungen, die auch die Geschichte im Hintergrund weiter vorantreibt. Man kann es also kaum erwarten, wie es weitergehen wird. Und deshalb kriegt der Roman auch die "Klassiker"-Bewertung, mit dem "Splashhit" obendrein.



Fazit:

Die perfiden Ausmaße des Regimes von Sjöberg zeigen sich in "Heliosphere 2265 Band 6: Die Bürde des Captains" ganz besonders. Dabei zeigt Andreas Suchanek, wie meisterhaft er seine Figuren beherrscht. Und so kann selbst ein Unsympath wie E.C. Johnston überzeugen, einfach weil er so grandios dargestellt wird. Sehr schön ist außerdem, dass auch Doktor Petrova wieder auftaucht und man erfährt, was mit ihr geschehen ist. Und das Ende ist mehr als gelungen und weckt das Interesse an mehr.



Heliosphere 2265 Band 6: Die Bürde des Captains - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Andreas Suchanek
Heliosphere 2265 Band 6: Die Bürde des Captains
Erscheinungsjahr: 15. April 2013



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Greenlight Press

Preis:
€ 9,90

93 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Gelungenes Ende
  • E.C. Johnstons Darstellung
  • Schicksal von Doktor Petrova
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 29.03.2015
Kategorie: Science Fiction
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Leseprobe
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