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Das Implantat

Story:

Die USA in der Zukunft. Implantate sind weit verbreitet, doch wer ein solches trägt, wird geschnitten und diskriminiert. Durch ein Gerichtsurteil droht schließlich ein wahrer Pogrom durch das Land zu fegen. Was kann man dagegen machen?



Meinung:

Es ist lange her, seit dem man das letzte Mal etwas von Daniel H. Wilson. 2011 erschien sein Romanerstling "Robocalypse" und erst jetzt bringt der Droemer Knaur-Verlag sein zweites Werk heraus. Das hört auf den Titel "Das Implantat".

Owen ist ein High School-Lehrer. Sein Leben läuft normal, bis er eines Tages mit ansehen muss, wie eine Schülerin vor seinen Augen Selbstmord begeht. Sie war eine "Amped", eine der Leute, die ein neurales Implantat trug, wodurch sich ihre mentalen Fähigkeiten verbesserten. Doch dadurch wurde sie von den anderen, nicht-modifizierten, gemobbt, bis es irgendwann zu viel war.

Ein Einzelfall? Eher der Auftakt zu einer ganzen Reihe an verhängnisvollen Ereignissen. Angeführt von dem hetzerischen Senator Joseph Vaughn wird Stimmung gegen die "Aufgerüsteten" gemacht. Und als dann der oberste Gerichtshof beschließt, dass diese nicht mehr geschützt sind, brechen alle Dämme. Jeglichen Rechten belaubt beschließen die "Aufgerüsteten" sich in Sicherheit zu bringen.

Auch Owen gehört zu diesen. Doch er hat ein Geheimnis. Sein Implantat, das angeblich gegen seine Epilepsie helfen soll, ist ein ganz spezielles. Nur darf niemand davon erfahren.

Zugegeben: Die Grundidee des Romans hat etwas für sich. Glaubwürdig schildert Daniel H. Wilson eine Gesellschaft, in der die andersartigen geschnitten werden. Und auch die Implantate selber werden von ihm realistisch dargestellt. Daran merkt man den Ursprung des Autors als Sachbuchschriftsteller.

Doch das ist leider auch das einzige positive, dass sich über "Das Implantat" sagen lässt. Denn abgesehen davon macht der Autor nichts richtig. Stattdessen liefert er eine Geschichte, die platt und vorhersehbar ist.

Das Ziel des Autoren war klar: Eine zukünftige Gesellschaft darzustellen, in der die anderen über keine Rechte verfügen. Und das stellt er drastisch dar. Und übertreibt es gleichzeitig damit. Denn man kann nicht nachvollziehen, das innerhalb weniger Stunden die Rechtelosigkeit schon so weit fortgeschritten ist, dass der Protagonist von jetzt auf gleich auf der Straße sitzt. Das passt zeitlich nicht.

Auch nervt die platte Darstellung derjenigen, die die Jagd auf die "Aufgerüsteten" forcieren und fordern. Allen voran der Senator Joseph Vaughn wirkt in mit seinem kalten Machtkalkül irritierend klischeehaft. Und natürlich stellt sich bald heraus, dass er über ein dunkles Geheimnis verfügt. Welches das ist, muss man natürlich im Roman gelesen haben. Nur so viel: Es hat beim Redakteur für Augenrollen gesorgt, weil es sowas von vorhersehbar war.

Ebenso stört die Charakterisierung von Owen. Er wirkt zu sehr wie ein Gutmensch, wie das komplette Gegenteil zu Joseph Vaughn. Und hat dadurch das Charisma eines leeren Blatt Papiers.

Es passt in diesem Roman nur wenig zueinander. Und deshalb wird es mit einem "Nur Für Fans" bewertet.



Fazit:

Daniel H. Wilsons "Das Implantat" hat eine gute Grundidee. Doch daraus wird nichts gemacht. So glaubwürdig er die Ausgangslage schildert, so dick trägt er bei der Schilderung der Entwicklung auf. Er übertreibt es zu sehr. Doch auch die Darstellung von Senator Joseph Vaughn überzeugt nicht, da sie zu platt ist. Und der Held der Geschichte? Owen ist leider so interessant, wie ein leeres Stück Papier.



Das Implantat - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Daniel H. Wilson
Das Implantat
Amped

Übersetzer: Markus Bennemann
Erscheinungsjahr: 3. März 2014



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Droemer

Preis:
€ 14,99

ISBN:
978-3-426-51348-4

368 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Glaubwürdige Ausgangssituation ...
Negativ aufgefallen
  • ... die jedoch schnell unglaubwürdig und übertrieben dargestellt wird
  • Nerviger Antagonist
  • Uninteressanter Protagonist
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Rezension vom: 08.12.2014
Kategorie: Science Fiction
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