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Das Spiel der Götter 5: Der Tag des Sehers

Story:

Die Stadt Capustan in Ostgenibackis droht der Pannionischen Domäne anheim zu fallen. Doch Hilfe ist unterwegs. Die Kräfte innerhalb der Metropole müssen nur lange genug durchhalten. Doch das ist nicht einfach.



Meinung:

Die "Das Spiel der Götter"-Reihe geht weiter. Steven Erikson präsentiert Band 5, "Der Tag des Sehers". Oder sollte man nicht besser schreiben, den zweiten Teil des im Original dritten Romans. Denn wie bei Blanvalet üblich, hat man die dicken Bände der Vorlage in zwei Teile aufgeteilt. Was von der dicke der neuen Bücher her durchaus Sinn macht.

Die Pannionische Domäne hat sich auf dem Kontinent Genibackis wie ein Geschwür verbreitet. Die Anhänger des Pannionischen Sehers sind Fanatiker, und scheuen vor nichts zurück. Ihr neustes Ziel ist die Stadt Capustan. Und wenn diese fällt, ist das ein Fanal sondergleichen.

Doch noch steht sie. Und seine Verteidiger versuchen alles, um eine Niederlage hinauszuzögern. Vor allem der Schild-Amboss Iktovian tut alles in seiner Macht stehende, um so lange durchzuhalten, bis Verstärkung kommt. Denn die ist unterwegs. Die Brückenbrenner unter Hohefaust Dujek Einarm sind eine brüchige Allianz mit ihren ehemaligen Feinden eingegangen. Und sie alle marschieren mit hohem Tempo auf Capustan zu. Hoffentlich kommen sie rechtzeitig.

Wenn man es nicht besser wüsste, würde man beim Lesen von "Der Tag des Sehers" davon ausgehen, es mit einem eigenständigen Roman tun zu haben. Zwar nimmt Steven Erikson Bezug auf Ereignisse, die in der ersten Hälfte des Originals passiert sind. Doch die Story steht für sich.

Was ihr vor allem gut tut, ist die Konzentration auf einen zentralen Aspekt: Die Stadt Capustan, die nicht fallen darf! Und das nutzt er ausgiebig. Es ist gefühlt eine ganze Zeit her, dass man eine so konzentrierte Story gelesen hat. Denn normalerweise springt er zwischen Plots und Orten und Zeiten hin und her.

Nicht so in diesem Fall. Dieses Mal fiebert man mit und blättert jede Seite gespannt um. Denn auf eines versteht sich der Autor: Eine Situation glaubwürdig darzustellen.

Und so findet man sich in den Straßen von Capustan wieder. Die Stadt ist ein einziges Schlachtfeld und wird mehr schlecht als recht gehalten. Verzweiflung macht sich breit, auch unter den Verteidigern. Sie fragen sich, wie sie die Lage überstehen sollen.

Da kommt dem Schild-Amboss Iktovian eine zentrale Rolle zu. Er ist der Anführer der "Grauen Schwerter", einer Eliteeinheit der Stadt. Er koordiniert die Verteidigung. Und er ist von allen Figuren, die man in dieser Reihe bislang kennen lernte, derjenige, der am nächsten einem strahlenden Helden nahekommt.

Wobei Steven Erikson ihn natürlich auch mit Schwächen darstellt. Selbstzweifel prägen sein Bild und häufig ist er der Aufgabe nahe. Doch seine Pflicht gegenüber den Bürgern der Stadt bringt ihn dazu, nicht klein bei zugeben. Selbst dann nicht, als er erfährt, dass sein Gott Fener gefallen ist und auf einem fremden Kontinent herumirrt.

Und dann nimmt die Handlung erst recht eine dramatische Wendung. War man schon auf den ersten 200 bis 300 Seiten gefesselt, ist man es danach erst recht. Denn dann baut der Autor eine Wendung ein, mit der man nicht gerechnet hat. Eine, die Iktovian gleichzeitig erhöht, aber auch verfremdet.

Doch auch außerhalb der Stadt gibt es einiges zu erzählen. Da ist zum einen der Verkrüppelte Gott, der im Hintergrund die Fäden zieht. Flickenseels Mutter, die sich von ihrer Tochter immer mehr entfremdet fühlt. Und als kleines amüsantes Highlight Kruppe, der von sich immer in der dritten Person redet. Es sind viele Plots, viele kleine Highlights, die vom Hauptgeschehen nicht ablenken, sondern sogar eine willkommene Atempause bieten.

Und genau aus diesem Grund verdient "Der Tag des Sehers" den "Splashhit", zusammen mit der "Klassiker"-Wertung.



Fazit:

Im Vergleich zum Vorgänger ist "Der Tag des Sehers: Das Spiel der Götter 5" deutlich besser. Die Konzentration auf die Stadt Capustan ist es vor allem, die dem Roman gut tut. Die Schilderung der Verzweiflung und der Mut ihrer Verteidiger, allen voran der Schild-Amboss Iktovian sind es, die den Leser in den Bann der Handlung ziehen. Und der Autor Steven Erikson scheut sich nicht vor dramatischen Wendungen zurück, die einem die Spucke wegbleiben lassen. Doch auch die anderen Plots überzeugen, weil sie pointiert eingesetzt werden.



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Steven Erikson
Das Spiel der Götter 5: Der Tag des Sehers
Memories of Ice. The Malazan Book of the Fallen 3, Part 2

Übersetzer: Tim Straetmann
Erscheinungsjahr: 21. Juli 2014



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Blanvalet

Preis:
€ 9,99

ISBN:
978-3-442-26991-4

768 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Spannend Geschrieben
  • Konzentration auf Capustan tut dem Roman gut
  • Iktovian der strahlendste Held der Reihe
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 07.12.2014
Kategorie: Fantasy
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Gre: 1.15 MB
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