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Der Flug der Aurora: Die Frontier-Saga 1

Story:

Nathan Scott ist Pilot an Bord der Aurora, dem neuen Fernraumschiff der Erde. Nachdem ein experimenteller Antriebt das Schiff in die Weiten des Alls geschleudert hat, sucht eine Katastrophe die nächste. Und am Ende ist er auf einmal Kapitän der Aurora.



Meinung:

Mit "Die Frontier-Saga" verlegt der Heyne-Verlag ein eher ungewöhnliches Buch. Denn in den USA sind der Roman und die Reihe bislang Ebook-Only, ohne dass, wie jetzt hier, eine Print-Fassung vorliegt. Mit "Der Flug der Aurora" fängt die Romanreihe an, "Unter fremden Sternen" setzt sie fort. Ob darüber hinaus noch weitere Geschichten der in den USA bislang zehn Teile umfassenden Saga herauskommen werden, ist noch unklar.

Ryk Brown wurde 1960 geboren. Er wuchs mit NASA-TV-Übertragungen und Science-Fiction-Serien auf. Im Moment arbeitet er tagsüber in der Computerbranche und schreibt nachts. Er lebt mit seiner Familie in Kalifornien.

Vor 1000 Jahren sucht die Apokalypse die Erde heim. Sie fiel in die Steinzeit zurück und konnte sich nur schwer erholen. Doch dann wurde eine Datenarche gefunden, deren Inhalt dem Planeten half, sich wieder zu erholen und Anschluss zu suchen in einer Galaxie, die sich weiterentwickelt hat. Einstige menschliche Kolonien sind inzwischen eigene Sternenreiche geworden. Und besonders die Yung sind eine Bedrohung für alle anderen Völker.

Nathan Scott wird Pilot an Bord der Aurora. Das Schiff ist das neue Flaggschiff der Flotte und mit einem experimentellen Antrieb ausgestattet, der es ihm gestattet, Lichtjahre zu überspringen. Doch beim Probelauf geht etwas schief und auf einmal findet sich das Schiff viel weiter entfernt, als es ursprünglich geplant war. Noch schlimmer ist, dass sich die Aurora auf einmal inmitten eines Konflikts befindet. Und schon bald wird die Besatzung des Schiffs durch die Auseinandersetzung drastisch reduziert, so dass am Ende Nathan Scott sich in der Rolle des Kapitäns wiederfindet.

Wer die obige Zusammenfassung der Handlung liest, erhält vielleicht eine ungefähre Ahnung, was in diesem Buch vor sich geht. Und woran sich Ryk Brown beim Schreiben anscheinend orientiert hat. Denn der Autor eifert seinen Vorbildern deutlich nach. Zu deutlich!

Die Handlung wirkt wie eine bunte Mischung aus dem 2009er "Star Trek"-Film, der TV-Serie "Star Trek: Voyager" und "Battlestar Galactica". Der Autor entnimmt diesen Vorbildern diverse Elemente, wirft sie in einen Topf und vermischt alles kräftig. Das Ergebnis ist ein Roman, der nicht wirklich überzeugen kann.

Doch zunächst ist das Ausgangsszenario interessant. Die Idee mit einer Menschheit, die nach Jahrhunderten Steinzeit erst jetzt wieder zu ihrem ursprünglichen, technologischen Wissensstand zurückfindet, hat etwas für sich. Und Ryk Brown baut darauf einen Konflikt auf, der abwechslungsreich wirkt. Zwar lernt man nur wenig über die Gegenspieler der Erde, doch reicht es aus, um die Dramatik der Situation deutlich zu machen.

Allerdings baut die Handlung nach dem guten Anfang schnell und deutlich ab. Zu deutlich sind die "Anleihen" der Vorlage, zu schlicht die Figuren gezeichnet, zu vorhersehbar die Handlung. Ryk Brown macht sich erst gar nicht die Mühe, den Plot, den man ab dem Zeitpunkt der Katastrophe schon gut kennt, großartig zu variieren.

So erinnert Nathan Scott an einen gewissen James T. Kirk, was seine amourösen Abenteuer und sein "Glück" betrifft, mit dem er auf einmal Kapitän wird. Die Szene, in der sein Vorgänger mit seinem letzten Atemzug ihm den Post vermacht und dann stirbt, ist stark klischeebehaftet. Weshalb man als Vielleser nur entnervt die Augen verdrehen kann.

Der Chefmechaniker ist in diesem Fall kein Schotte, sondern Russe. Doch um ehrlich zu sein, ist dies nur Kosmetik. Gleichzeitig werden in dieser Figur nicht nur Scotty, sondern auch McCoy vereint, was die Freundschaft der beiden Figuren angeht.

Und Cameron wirkt von ihrer Logik her wie Spock mit Brüsten. Dass sie zu Beginn des Buches mit dem Kapitän geschlafen hat, erinnert an diverse Slashfanfic-Stories, die mit Hilfe des Bandes Realität wurden.

Der Anfang der Reihe ist auf jeden Fall vermurkst. Anders kann man diesen Roman nicht nennen. Er ist gerade so noch "Nur Für Fans". Und man kann nur hoffen, dass der Autor sich mit dem nächsten Roman stark steigern wird.



Fazit:

Ryk Brown hat große Vorbilder. Und an denen orientiert er sich in "Der Flug der Aurora - Die Frontier Saga 1". Das Ausgangsszenario ist ungewöhnlich und interessant. Womit auch das einzige positive an diesem Roman gesagt wurde. Denn ansonsten orientiert sich der Autor zu sehr an "Star Trek" oder "Battlestar Galactica". Er übernimmt die bekanntesten Elemente und variiert sie kaum neu. Die Figuren wirken deshalb bekannt und die Story ist klischeebehaftet. Das Debütwerk kann deshalb nicht überzeugen.



Der Flug der Aurora: Die Frontier-Saga 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Ryk Brown
Der Flug der Aurora: Die Frontier-Saga 1
Aurora: CV-01 - The Frontiers Saga Book 1

Übersetzer: Norbert Stöbe
Erscheinungsjahr: 13. Januar 2014



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Heyne Verlag

Preis:
€ 9,99

ISBN:
978-3-453-31515-0

320 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Interessantes Ausgangsszenario
Negativ aufgefallen
  • Große Teile des Plots sind Star Trek oder Battlestar Galactica kopiert
  • Klischees
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Rezension vom: 02.04.2014
Kategorie: Science Fiction
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