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Borderlands 1: Psycho-Terror

Story:

Die Familie Finn stürzt eines Tages über Pandora ab. Die Welt ist lebensgefährlich und die Chancen zu überleben gering. Ihre einzige Hoffnung liegt in dem ehemaligen Söldner Roland.



Meinung:

Mit "Borderlands: Psycho-Terror" fängt der Panini-Verlag eine weitere Buchreihe zu interessanten Videospielen an. Die Vorlage kann man als Egoshooter mit RPG-Elementen bezeichnen. Und auch, wenn sie nur zwei Teile umfasst, genießt sie inzwischen Kultstatus, so dass die diversen Comics und Romane dazu nicht weiter verwundern. Verfasst wurde der Band von John Shirley, den hiesige Leser vielleicht von seiner anderen Auftragsarbeit kennen, nämlich "Grimm 01: Der eisige Hauch".

Pandora ist eine durch und durch lebensfeindliche Welt. Die gesamte Flora und Fauna scheint es darauf angelegt zu haben, sämtliche nicht einheimische Lebensformen anzugreifen und zu töten. Trotzdem gibt es Menschen auf der Welt. Denn auf ihr sollen sich sagenumwobene Schätze verbergen, Überbleibsel einer uralten Rasse. Doch nicht alle Bewohner sind noch bei klarem Verstand und wer keinen festen Willen hat, der wird schnell durchdrehen.

Die Familie Finn hat keine Wahl, was ihr Überleben angeht. Nachdem ihr Raumschiff bei einer Explosion zerstört wurde, sind sie über den gesamten Planeten verstreut. Zac Finn gerät an einen kauzigen Einheimischen, seine Frau Marla in die Hände von Psychopathen und sein Sohn Cal in die Hände von Roland. Letzter ist ein ehemaliges Mitglied der Crimson Lances, einer Elitesöldnereinheit, und so ziemlich einer der wenigen auf Pandora, den diese Welt noch nicht in den Wahnsinn getrieben hat. Womit er der die einzige Hoffnung für die Familie ist.

Das Szenario von "Borderlands" erinnert an einen Western. Es ist eine wilde Welt, in der das Überleben einen herausfordert. Und in dieser durch und durch verrückte Realität gibt es nur ganz wenige, die sich weigern, nachzugeben und die man als letzte Revolvermänner bezeichnen kann, als solche, die einem eigenen Ehrenkodex folgen und für das Recht anderer Menschen eintreten.

Auch Roland ist so eine Person. Und doch ist er nicht der Held. Wer also das Buch mit der Erwartung gekauft hat, ihn im Mittelpunkt der Geschichte zu sehen, der wird enttäuscht sein. Denn stattdessen ist er nur eine, wenn auch äußerst wichtige, Nebenfigur.

Was auch keine schlechte Idee ist. Denn so gerät John Shirley nicht in Bedrängnis, noch etwas zu der bereits ausführlichen Vorgeschichte des Charakters hinzuzufügen. Stattdessen konzentriert er sich auf die Familie Finn und schildert ihr Überleben auf Pandora.

Dabei ist es interessant zu beobachten, wie weit sich die einzelnen Mitglieder verändern müssen, um zu überleben. Marla beispielsweise muss bald auf ihre Eigenschaft auf Frau in einer von Männern dominierten Welt zurückgreifen. Während hingegen Zac sich entscheiden muss, ob er lieber zu seiner Familie möchte, oder ob er auf eine große Entdeckung hofft, die ihm vielleicht ein Leben in Wohlstand ermöglichen könnte.

Kenner der Videospielvorlage werden natürlich genau darauf achten, ob und in wie weit der Autor sich an die Gegebenheiten hält. Doch sollte man sich darüber keine Gedanken machen, da es schließlich nicht die erste Arbeit des Autors für fremde Franchises ist. Und so schafft er es problemlos, diese wilde und gefährliche Welt zum Leben zu erwecken. Dabei liefert er auch logische Erklärungen für die Badass-Feinde, denen man im Spiel wiederholt begegnet.

Um nochmal auf die Familie Finn zurückzukommen. So ganz stimmig sind die Veränderungen der einzelnen Mitglieder nicht. Bei Marla stört, dass sie zu schnell mit anderen schläft, um zurück zu ihrer Familie zu kommen, Cal beweist Potential zur Nervensäge und Zacs Pläne werden langweilig dargestellt.

Dennoch ist "Psycho-Terror" ein guter Roman. Und in den USA sind bereits weitere Bände erschienen, ebenfalls alle von John Shirley geschrieben. Deshalb "Reinschauen".



Fazit:

"Borderlands: Psycho-Terror" ist ein gelungener Videospielroman. Das Szenario erinnert an einen Western, wobei Roland nicht die Hauptrolle innehat sondern "nur" eine Nebenrolle. Hauptsächlich konzentriert sich der Autor John Shirley auf die Familie Finn und wie sie von dem Planeten verändert werden. Shirley schafft es dabei problemlos, die Vorlage in die Geschichte rüberzutransportieren. Er liefert sogar logische Erklärungen für bestimmte Gegner. Nur schade, dass die Veränderungen, die die Familie Finn durchmacht forciert wirken.



Borderlands 1: Psycho-Terror - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

John Shirley
Borderlands 1: Psycho-Terror
Borderlands: The Fallen

Übersetzer: Andreas Kasprzak
Erscheinungsjahr: 17. Februar 2014



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Panini Books

Preis:
€ 12,99

ISBN:
978-3-8332-2758-5

336 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Westernähnliche Atmosphäre
  • Elemente der Vorlage werden probmelos in die Geschichte eingebaut
Negativ aufgefallen
  • Veränderungen der Familie Finn wirkt forciert
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Rezension vom: 08.03.2014
Kategorie: Science Fiction
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