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Agora-Zyklus Bd. 3 - Das Land des letzten Orakels

Story:
Auch im dritten Teil des Zyklus begleitet der Leser die beiden Jugendlichen Lily und Mark bei ihren Abenteuern in Agora. Die Rezension des zweiten Teils bietet einen guten Überblick die bisherigen Geschehnisse.

Eine Prophezeiung sagt...
Es existiert ein uraltes Dokument, das sogenannte Mitternachtstatut. Darin wird prophezeit, dass zwei Richter in der Stadt Agora erscheinen werden, deren Urteil über die Zukunft von Agora entscheiden wird. Lily und Mark sind der Überlieferung zu Folge die beiden Auserwählten, stehen dem Ihnen vorherbestimmten Weg aber voller Unglauben und Mißtrauen gegenüber. Am Ende des Vorgängers wurden die zwei nach vielen gemeinsamen Abenteuern voneinander getrennt.

Lily und das Orakel
Nachdem Lily ihren Vater unter leider traurigen Umständen wieder gefunden hat, betritt sie auf der Suche nach der "letzten Wahrheit" die dunklen Höhlen unter der Kathedrale der Verlorenen und nähert sich damit dem Orakel im Lande Naru. Die Bewohner dieses seltsamen Landes scheuen jeglichen Körperkontakt und sehen ihre Bestimmung im Horten von Wissen. Da sie ihr Exil unter dem Rest der Welt jedoch nie verlassen, können sie nur an mysteriösen Kristallen lauschen, welche die einzige Verbindung zur Oberwelt darstellen. Die erworbenen Fakten bleiben also zusammenhanglos und die scheuen Geschöpfe wirken sehr kindlich. Lily versucht sich in dieser fremdartigen Welt zu orientieren und wird vor die schwere Aufgabe gestellt dem Orakel das eine Geheimnis zu enthüllen hinter das es bisher noch nicht gekommen ist.

Mark und die Revolution
Mark hingegen findet sich in Agora wieder, der Stadt, in der die Handlung des ersten Teils angesiedelt war. Doch die Stadt hat sich verändert und es drohen noch viel gewaltigere Umwälzungen. Der Direktor von Agora, ein alter Bekannter von Mark, drangsaliert die Bewohner und greift zu immer härteren Maßnahmen, um seine Macht zu festigen. Und um einen gewissen Crede haben sich Revolutionäre versammelt, die auch vor Gewalt nicht zurückschrecken und in Lilys Namen zum Widerstand aufrufen. Ungewollt droht Mark zwischen die Fronten zu geraten und nimmt plötzlich die Rolle eines Anführers der Revolution ein, ohne sich darum bemüht zu haben.

Wie und ob die Wege der beiden sich noch einmal kreuzen und inwiefern das Schicksal der Richter mit dem Agoras verknüpft ist, sollte man selbst heraus finden...

Meinung:

Es hätte nicht so weitergehen dürfen wie im zweiten Teil und das hat scheinbar auch David Whitley so empfunden. Die beiden Helden sind im Verlauf der erlebten Abenteuer quer durch Agora gezogen und sind ein richtig gutes Team geworden, doch im "Land des letzten Orakels" haben sich die Wege der beiden unfreiwillig getrennt.

Was hätte sein können
Zwischenzeitlich hätte man meinen können, dass aus dem Team Lily und Mark sogar ein Paar werden könnte, aber das wird im dritten und letzten Teil der Geschichte seltsamer Weise gar nicht mehr aufgegriffen. Dafür engagiert sich Laud, einer von Lilys Freunden aus Agora, sehr für diese und die junge Richterin scheint nicht abgeneigt zu sein (hier werden Brücken zum ersten Teil geschlagen).Dennoch ist auch in dieser Beziehung das Ende anders als erwartet.

Lily in Naru und Mark in Agora
Durch die räumliche Trennung der beiden entstehen zwei separate Handlungsstränge, was der Geschichte sehr gut tut. Das seltsame Naru mit den plastisch dargestellten, leicht verwirrten Bewohnern ist genau so interessant, wie dass durch den Bürgerkrieg geteilte Agora, in dem Mark sich behaupten muss, nachdem er seinen Häschern entflohen ist.

Der Plot rund um das Orakel endet mit einer nicht ganz überraschenden, aber dennoch gelungenen Eröffnung von jenem. Und auch Marks Nemesis, der ehrgeizige, düstere Snuthsworth, findet ein würdiges Ende.

Eine Dystopie?
Eigentlich ist der Agora-Zyklus mehr als eine "normale" Fantasy-Trilogie. Der Autor versucht bewusst mit unterschiedlichen Gesellschaftsformen zu polarisieren und lässt Mark und Lily zu diesem Zweck auch stets die Schattenseiten des sie jeweils umgebenden Systems spüren. In Naru ist es das Kleinhalten der Bewohner durch das Orakel und eine diffuse Angst vor allem Neuen. In der Kathedrale der Verlorenen ist es die fehlende Fähigkeit, sich von überholten Traditionen und Regeln zu lösen, in Acer und den anderen die Stadt umgebenden Dörfern ist es der Wert des Individuums und dessen Bedürfnisse, der verneint wird und in Agora schließlich fehlt lange Zeit die Erkenntnis, dass es Dinge wie Gefühle gibt, die nicht käuflich sein sollten.

Was dahinter steckt
Früher oder später stellt man sich unweigerlich die Frage wann in der Geschichte Agoras irgendetwas begonnen hat, so schrecklich schief zu laufen. Die Einwohner der Stadt wachsen in dem Glauben auf, dass Jenseits der Stadtmauern nur unzivilisierte Wildnis herrscht und dass das Leben in der Stadt das einzig wahre Überlebensmodell darstellt.

Die Idee, die der Autor all dem zu Grunde liegt und deren Anfang das am Beginn der Rezension erwähnte Mitternachtsstatut ist, ist wirklich toll und beantwortet nicht zuletzt einen Großteil der offenen Fragen.

Das Ende und der von Lily eingeschlagene Weg lassen vermutlich manchen Leser mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück.



Fazit:

Nach dem der zweite Teil streckenweise recht langwierig wirkte, verdient das Finale der Trilogie diese Bezeichnung. Die beiden wichtigsten Figuren erleben getrennte Abenteuer, finden (vielleicht) wieder zueinander und die Freunde aus dem ersten Teil gewinnen wieder an Bedeutung. Die Fäden werden gekonnt zusammengeführt und die größere Idee hinter der Dystopie weiß zu überzeugen.



Agora-Zyklus Bd. 3 - Das Land des letzten Orakels - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

David Whitley
Agora-Zyklus Bd. 3 - Das Land des letzten Orakels
The Canticle of Whispers

Übersetzer: Peter Beyer
Erscheinungsjahr: 17. Dezember 2012



Autor der Besprechung:
David Weigel

Verlag:
Goldmann Verlag

Preis:
€ 9,99

ISBN:
344247468X

480 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Überdurchschnittliches Finale einer sonst soliden Trilogie
  • Getrennte Handlungsstränge sorgen für Abwechslung
  • Lösung der offenen Fragen
  • Bis zum Schluss Überraschungen
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 29.09.2013
Kategorie: Fantasy
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Leseprobe
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