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Artemis Fowl – Das magische Tor

Story:

Sechs Monate sind seit den letzten Abenteuern vergangen und Artemis hat endlich die Nachwehen des Atlantis Komplex überwunden. Gerade als er mit seinem treuen Leibwächter Butler zurück zur Oberfläche reisen will, geschieht das Unfassbare. Die größenwahnsinnige Wichtelin Opal Koboi, die Artemis und seine Freunde mehr als einmal hinter Schloss und Riegel gebracht haben, plant ihren Ausbruch aus Atlantis und ihren größten Coup. Dafür lässt sie ihr jüngeres Ich, das im 6. Band "Das Zeitparadox" mit ihr in die Gegenwart gerissen wurde, von zwei Kobolden entführen und droht der Zentralen Untergrundpolizei mit der Ermordung ihrer zweiten Persönlichkeit, sollte man sie nicht freilassen.

Sowohl Artemis, als auch der Zentaur Foaly erkennen, was geschehen könnte - Opal Koboi ebenso wie sämtliche Gegenstände, die die Wichtelin in den letzten Jahren erschaffen hat, könnten in einer Explosion im Umfang einer Kernspaltung explodieren. Sofort wird die gefangene Opal in eine Reaktorkammer gebracht, um eine Vernichtung Atlantis zu verhindern, ohne zu bedenken, welche Auswirkungen diese Entscheidung hat. Denn als Opals jüngeres Ich erschossen wird, katapultieren die Explosionen nicht nur die Unterwelt, sondern auch die Menschenwelt, wo man unwissentlich einige von Opals Erfindungen verwendet, zurück ins Papierzeitalter - der Wichtelin gelingt es sich neu zusammen zu setzen und mit ungeahnter Macht wiederaufzuerstehen.

Sofort macht sie sich auf den Weg zum Fowlschen Anwesen, wo das mysteriöse Berserkertor versteckt ist, in dem die Geister der Feenwesen (Berserker) leben, die einst gegen die Menschen gekämpft haben. Opal befreit diese und macht sich ohne zu zögern daran das zweite Schloss zu öffnen, mit dem sie die Macht der Erdgöttin freisetzen würde, die die gesamte Menschheit auf einen Schlag vernichtet. Für Artemis, Butler und die ZUP-Elfe Holly beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, in der sie es nicht nur mit den Berserkern zu tun bekommen, sondern in der das Schicksal der gesamten Menschheit auf dem Spiel steht.



Meinung:

Mit "Das magische Tor" (engl. "The Last Guardian") legt Eoin Colfer das fulminante und actionreiche Finale der beliebten und populären Jugendbuchreiche "Artemis Fowl" vor. Ein letztes Mal entführt der Autor seine Fans in die Welt von Artemis, Butler und ihren unterirdischen Freunden und beendet eine Serie, die 2001 als fantastisches Kinderbuch startete und bis zum Erscheinen des Finalband 2012 junge und erwachsene Leser auf der ganzen Welt begeisterte. Seitdem warten die Fans auf eine würdige Verfilmung, auch wenn diese aufgrund der anstehenden Kosten vorerst ausgesetzt wurde.

Um den 8. Band der Reihe zu verstehen, ist nicht unbedingt Vorwissen notwendig, da Eoin Colfer die notwendiger Hintergründe im Laufe der Geschichte erklärt. Um wirklich alle Zusammenhänge, insbesondere die um Opal Koboi und ihres jüngeren Ichs zu verstehen, sollte man dennoch die Reihe gelesen haben. "Das magische Tor" schließt direkt an das Ende des Vorgängers "Der Atlantis Komplex" an und nimmt sich nur wenig Zeit für Vorgeplänkel. Bereits nach kurzer Zeit steckt man mitten in einer actiongeladenen, spannenden Geschichte, in der Artemis und seine Freunde einmal mehr alles geben müssen, um das Ende der Welt zu verhindern. Eoin Colfer gibt weder seinen Figuren, noch dem Leser Zeit, sich mit Opals neusten Plänen vertraut zu machen und sich für einen Gegenschlag zu rüsten. Es geht Knall auf Fall, was daran liegt, dass sich die gesamte Handlung innerhalb weniger Stunden abspielt. Dementsprechend hoch ist die Spannungskurve, so dass man den Band kaum aus der Hand legen kann. Dank der überbordenden Fantasie des Autors und seinem Ideenreichtum, kommt es immer wieder zu unerwarteten Wendungen in der Geschichte, so dass es nie langweilig wird.

Im Vergleich zu den vorherigen Abenteuern wirkt "Das magische Tor" noch größer, imposanter und actionreicher. Dieses Mal ist dem Autor die Welt der Unterirdischen nicht genug, sondern lässt erstmals die ganze Welt den nahenden Untergang spüren. Er fährt wahrlich große Geschütze auf und legt Teile des Planeten in Schutt und Asche, auch wenn sich der Kampf gegen Koboi auf das Fowlsche Anwesen konzentriert.

Im "Das magische Tor" erwartet den Leser ein Wiedersehen mit nahezu allen liebgewonnen Figuren, denn Eoin Colfer wählt das üblich Quartett, um Opal Kobois Pläne zu durchkreuzen - Artemis, der sich im Laufe der vielen Geschichten und Bände um hundertachtzig Grad gedreht hat, sein gutmütiger, treuer Leibwächter Butler, die toughe, kampferprobte Elfe Holly und der verfressene, diebische Zwerg Mulch. Doch auch Foaly, seine Ehefrau Caballine, Butlers Schwester Juliett und Artemis Brüder Myles und Beckett erhalten ihre verdienten Auftritte, auch wenn der kurze Schwenk zu Foaly und Caballine für einige Längen im Buch sorgt und die Spannungskurve ein wenig torpediert.

Glücklicherweise ist Artemis wieder ganz der Alte, nachdem er im 7. Band durch den Atlantis Komplex arg geschwächelt und sowohl seinen Wortwitz, als auch seine scharfe Zunge eingebüßt hat. Seine Genialität und seine ausgefuchsten Pläne kommen zwar immer noch nicht an die aus den ersten Bänden heran. Doch es tut gut, den Helden wieder in gewohnter Stärke zu sehen, auch wenn er unterdessen kaum etwas mit dem Verbrechergenie und Antihelden zu tun hat, mit dem die Reihe einst anfing.

Eoin Colfers Schreibstil ist flüssig, rasant und mitreißend. Er nimmt sich nur wenig Zeit für die Gefühlswelt der einzelnen Figuren, konzentriert sich stattdessen voll und ganz auf die Action und das Vorantreiben der Geschichte. Dadurch gehen einige Charaktere ein wenig unter, doch das fällt erst im Rückblick auf. Wie schon in den vorherigen Büchern hat der Autor ein Händchen für alles Technische, da die Unterirdischen insbesondere bei Computern und Technik wesentlich weiter entwickelt sind, als die Menschen der Oberwelt. Deswegen kommen bei "Artemis Fowl" nicht nur Fantasyfans auf ihre Kosten, sondern auch Sci-Fi Fans.



Fazit:

"Artemis Fowl – Das magische Tor" ist ein würdiger Abschluss der beliebten Serie und bietet dem Leser eine spannende, actionreiche Story, eine gut durchdachte Hintergrundgeschichte und ein Wiedersehen mit all den lebendigen Charakteren, die Eoin Colfers Reihe so beliebt gemacht haben. Dank seines spritzigen Schreibstils, seinem Wortwitz und seiner ausufernden Fantasie ist "Das magische Tor" ein Muss für "Artemis Fowl" Fans und jeden der intelligente, fesselnde Fantasy und Science Fiction Jugendbücher mag. Zu empfehlen.

 



Artemis Fowl – Das magische Tor - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Eoin Colfer
Artemis Fowl – Das magische Tor
Artemis Fowl - The last Guardian

Übersetzer: Claudia Feldmann
Originalsprache: englisch
Erscheinungsjahr: 2013



Autor der Besprechung:
Juliane Seidel

Verlag:
List

Preis:
€ 19,99

ISBN:
978-3471350966

336 Seiten
Positiv aufgefallen
  • spannend, rasant und mitreißend
  • liebenswerte Charaktere
  • interessante und gut durchdachte Hintergrundwelt
  • flüssiger Schreibstil
Negativ aufgefallen
  • teilweise Längen
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Rezension vom: 25.05.2013
Kategorie: Rezensionen
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