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Atlan - Das absolute Abenteuer Band 3: Der Katzer

Story:

Wann zeigte sich zum ersten Mal, dass die Verhältnisse an Bord der SOL sich veränderten? Nur der High Sideryt weiß näheres. Doch allzu lange kann er nicht in der Vergangenheit verweilen, denn er will unbedingt Atlan in die Hände kriegen. Allerdings hat jener viele Unterstützer, davon sogar eine Person, die zu den Magniden gehört.



Meinung:

Mit "Atlan - Das absolute Abenteuer 3: Der Katzer" wird zum ersten Mal innerhalb dieser Reihe eine der alten Ausgaben übersprungen. Der ursprüngliche Roman #504 "Menschen zweiten Grades" wurde nicht in die Neuauflage übernommen. Und sieht man sich die Inhaltsangabe im Internet an, ist dies durchaus die richtige Entscheidung, da jenes Romanheft zur Gesamthandlung nichts beitrug, außer erneut einen Blick auf die Zustände an Bord der SOL zu werfen. Und darüber hat man bereits in den beiden vorherigen Ausgaben der Taschenheft-Serie mehr als genug Informationen erhalten.

In der aktuellen Ausgabe werden die Romane 505 "Der Katzer", von Detlev G. Winter und 506 "Bordnomaden" von Hubert Haensel gesammelt.

Winter wurde 1953 in Frankfurt am Main unter dem Namen Detlev Horn geboren. Während seiner aktiven Autorenzeit war er hauptberuflicher Standesbeamter. Er schrieb sowohl für die Erstauflage, als auch für die Atlan-Serie. Seit 1986 ist er anscheinend nicht mehr als Schriftsteller aktiv.

Hubert Haensel hingegen ist auch heute noch aktiv. Der 1952 in Waldershof geborene, hauptberufliche Bankbeamte, ist neben seiner Aktivität als Autor auch für die Betreuung der Silberbände aktiv. Außerdem verfasst er den sogenannten Perry Rhodan-Report, der sich regelmäßig mit Themen der Serie befasst.

Während die SOL weiterhin in das sogenannte Mauseloch-System gezogen wird, und auf Atlan Jagd gemacht wird, zieht sich der High Sideryt für einen Moment zurück. Er blättert erneut in den alten Logbüchern des Raumschiffes und liest dort über die Ereignisse, in denen deutlich wurde, dass sich die Verhältnisse an Bord des Generationenschiffs zum Unguten veränderten. Einer der damaligen Zeitzeugen war der sogenannte Katzer, Bjo Breiskoll.

Doch die Probleme der Gegenwart lassen sich nicht so einfach verdrängen. Stattdessen werden sie immer dringlicher. Und so beschließt der High Sideryt Atlan eine Falle zu stellen. Doch womit er nicht rechnete ist, dass einer seiner Magniden die Gelegenheit nutzen will, um ihn aus dem Weg zu räumen. Notfalls auch mit Waffengewalt.

Es ist eine interessante Mischung, die Rüdiger Schäfer mit Band 3 zusammenstellte. Auf der einen Seite haben wir eine jener Lebensgeschichten, wie sie für das Perryversum so typisch sind. Und auf der anderen haben wir die Weiterentwicklung der aktuellen Verhältnisse an Bord der SOL. Ein ziemlicher Gegensatz, der sich auch in der Qualität der jeweiligen Erzählungen ausdrückt.

Denn die Rückblende ist, vorsichtig formuliert, schwach geschrieben. So interessant es auch ist, mehr über die Umstände zu erfahren, die zur Entstehung der Diktatur an Bord der SOL führten, so misslungen wirkt die Geschichte, die darum herum gestrickt wurde. Zu keinem Zeitpunkt hat man wirklich das Gefühl, mit den Figuren warm zu werden.

Während Bjo Breiskol mit seinen Sorgen und Nöten noch nachvollziehbar bleibt, wirkt seine Liebe zu France Ivory nicht gut geschrieben. Was vor allem daran liegt, dass jene wie eine Frau dargestellt wird, wie man sie aus den 60er Jahren her kannte. Sie wirkt schwach und nahe am Wasser gebaut. Und vor allem deshalb nervt sie schon recht bald.

Da ist Hubert Haensels Beitrag besser gelungen. Endlich erfährt man mehr über die Führungsriege der SOL, über die Magniden. Jeder von diesen wird kurz vorgestellt und charakterisiert. Sie prägen sich dabei schnell in das Gedächtnis des Lesers ein, allen voran Homer Gerigk, dessen Ambitionen nachvollziehbar sind.

Ebenso erfährt man weitere Details über die Lebensverhältnisse an Bord der SOL. Die Einführung der Bordnomaden ist logisch und folgerichtig. Denn in jeder Gesellschaft gibt es kriminelle Elemente.

Atlan selbst hat in dieser Ausgabe wenig zu tun. Er tritt mehr in den Hintergrund und darf, abgesehen vom Ende der Geschichte, mehr beobachten und kommentieren als zu agieren. Trotzdem wird er weiterhin als der abgeklärte Unsterbliche dargestellt, wie man es auch aus den vorherigen Nummern her kennt.

Doch ein Manko hat Hubert Haensels Geschichte. Er baut einen Plot in die Handlung bei, der nicht wirklich viel zum Gesamthandlungsfortschritt beiträgt. Weder erfährt man interessante Informationen, noch werden dabei Ereignisse ausgelöst, die für kommende Ausgaben vielleicht von Bedeutung sind. Es wirkt wie ein Lückenschließer, so als ob der Autor auf die vorgegebene Seitenzahl nicht kam. Und dementsprechend schwach wirkt das Ergebnis.

Dies trifft auch auf die Ausgabe an sich zu. "Atlan 3" ist die bislang enttäuschendste der bisherigen Serie. Man kann sie "Für Zwischendurch" empfehlen.



Fazit:

Detlev G. Winter und Hubert Haensel sind die Autoren, die in "Atlan - Das absolute Abenteuer 3: Der Katzer" vertreten sind. Dabei ist das qualitative Gefälle zwischen den beiden Schriftstellern hoch. Der Beitrag von Herrn Winter überzeugt überhaupt nicht, was vor allem an den Figuren liegt, allen voran France Ivory, die als Frau erschreckend schwach dargestellt wird. Hubert Haensel leistet dabei bessere Arbeit. Man erhält unter anderem mehr Informationen über die Magniden, die außerdem kurz angerissen und charakterisiert werden. Schade nur, dass seine Erzählung nicht um eine Subplot herum kommt, der nicht wirklich viel zur Gesamtgeschichte beiträgt.



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Detlev G. Winter, Hubert Haensel
Atlan - Das absolute Abenteuer Band 3: Der Katzer
Erscheinungsjahr: 15. März 2013



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Pabel Moewig Verlag

Preis:
€ 4,90

176 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Magniden werden charakterisiert
  • Neue Entwicklungen an Bord der SOL
Negativ aufgefallen
  • Detlev G. Winters Geschichte liest sich schwach
  • Hubert Haensels Geschichte wirkt aufgebläht
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Rezension vom: 21.03.2013
Kategorie: Science Fiction
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