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Arme Milliardäre!: Der große Bluff oder Wie die amerikanische Rechte aus der Krise Kapital schlägt

Story:

Der Kapitalismus? Ist nicht untergegangen, sondern ist so lebhaft wie eh und je. Die prominentesten Vertreter leben in den USA und zählen sich zu den Republikanern. Ihr Kunststück: Breiten Wählerschichten für eine Verschärfung neoliberaler Wirtschaftspolitik zu begeistern.



Meinung:

Die Wahl in den USA mag vorbei sein und die Republikaner sind geschlagen. Die Welt kann aufatmen, und gleichzeitig einen Blick zurückwerfen. Bücher wie "Arme Milliardäre" dürften jetzt noch einmal interessant sein, auch wenn ihre Thematik nicht mehr so stark von Bedeutung ist.

Der Band wurde von Thomas Frank geschrieben. Der Autor wurde 1965 in Kansas City geboren. Er studierte an der University of Kansas, der University of Virginia und der University of Chicago, wo er 1994 seinen Doktor in Geschichte machte. Er war am College Republikaner, doch sieht er die Partei inzwischen äußerst kritisch. Er war außerdem Kolumnist beim Wall Street Journal, ehe er sich endgültig dem Schreiben von kritischen Sachbüchern zuwandte.

In zehn Kapiteln, Einleitung und Schluss nicht miteinberechnet, beschäftigt sich der Autor mit dem Thema. Und schon allein der Titel macht klar, dass das Buch eine einzige, wütende Anklage gegen die amerikanische Rechte ist. Dabei begeht Thomas Frank nicht den Fehler, wie ihn andere Schriftsteller, die ebenfalls mit etwas oder jemanden abrechnen, machen und schreibt polemisch. Er begibt sich nicht auf das Niveau von Klatschblättern, sondern schreibt gut begründet.

Außerdem hilft, dass Thomas Franks Schreibstil stark von Zynismus und Sarkasmus geprägt ist. Man merkt ihm den Zorn über die Republikaner an und die Verzweiflung, dass viele Amerikaner diesen Menschenfängern folgen. Stellenweise wirkt es fast wie Galgenhumor, wenn er beispielsweise seine Leser fragt, wie wunderbar alles wäre, wenn es keine Regulierung des Finanzmarktes gäbe.

Worüber Thomas Frank in seiner Reportage berichtet, spottet teilweise jeder Beschreibung. Es ist schon fast perfide, was die Republikaner mit den Bürgern treiben, und was für Menschen sie teilweise auch noch unterstützen, durch ihre kruden Ansichten. Da ist es schon fast tröstlich, wenn einer ihrer Prominenten, bekannt geworden durch einen merkwürdigen Auftritt auf einer politischen Versammlung nach seinen 15 Minuten Ruhm wieder in der Versenkung verschwindet. Zwar versuchte er noch weiter Kapital daraus zu schlagen, doch am Ende war er nur ein kleines Ärgernis, das schon bald an Bedeutung verlor.

Seine Attacken und Argumente begründet Thomas Frank immer. Die Liste an Quellen und Anmerkungen, die am Ende des Buches aufgeführt wird, liest sich mindestens genauso interessant, wie der Rest des Bandes. Auch hier schimmert der Zynismus und Sarkasmus des Autors durch.

"Arme Milliardäre" ist ein gelungenes Sachbuch. Bissig geschrieben, leistet es gute Arbeit bei der Analyse der Ziele der Republikaner. Selbst jetzt, nach der Wahl hat es an Interesse nicht verloren. Ein "Klassiker" und natürlich auch noch ein "Splashhit".



Fazit:

"Arme Milliardäre" ist eine wütende Beschäftigung mit der Politik der Republikaner. Thomas Frank rechnet mit seiner Partei ab, wird dabei allerdings nie zu polemisch. Dazu ist sein Schreibstil zu sehr von Zynismus und Sarkasmus geprägt. Stellenweise wirkt der Humor wie Galgenhumor. Worüber er berichtet, spottet teilweise jeder Beschreibung, weshalb das Buch auch so gelungen ist. Der Humor schimmert auch in den Anmerkungen durch, die nicht minder interessant sind.



Arme Milliardäre!: Der große Bluff oder Wie die amerikanische Rechte aus der Krise Kapital schlägt - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Thomas Frank
Arme Milliardäre!: Der große Bluff oder Wie die amerikanische Rechte aus der Krise Kapital schlägt
Pity the Billionaire

Übersetzer: Thomas Wollermann, Kollektiv Druck-Reif
Erscheinungsjahr: 5. September 2012



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Verlag Antje Kunstmann

Preis:
€ 18,95

ISBN:
978-3-88897-782-4

240 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Galgenhumor
  • Wütende und gelungene Abrechnung mit den Republikanern
Negativ aufgefallen
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Bewertung:
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Rezension vom: 09.12.2012
Kategorie: Kultur & Zeitgeschehen
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