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Die Tore zur Unterwelt 2: Dunkler Ruhm

Story:

Lenk und seine Gefährten haben ihren Auftrag erfolgreich abgeschlossen und sind auf dem Weg zum Treffpunkt mit ihrem Auftraggeber. Sie wollen die Fibel abgeben und dann sich voneinander trennen. Doch es kommt anders als gedacht, und sie erleiden Schiffbruch. Das Eiland auf dem sie landen ist alles andere freundlich und so müssen sie zusammenhalten um zu überleben.



Meinung:

Als Spross eines bekannten Schriftstellers ist es alles andere als einfach, seinen eigenen Weg zu gehen. Vor allem dann nicht, wenn man selber Autor wird. Sam Sykes entschloss sich trotzdem dazu. Seine Mutter Diana Gabaldon ist berühmt für ihre Fantasy-Saga "Highlands". Und ihr Sohn? Beschloss ebenfalls Fantasy zu schreiben. Nur wesentlich düsterer und brutaler. Das Ergebnis lautete "Die Tore zur Unterwelt". Und mit "Dunkler Ruhm" ist jetzt der zweite Teil der geplanten Trilogie erschienen. Roman Nummer Drei ist noch nicht draußen und wurde für den 28. Mai 2013 angekündigt.

Lenk ist ein Abenteurer. Einer, der einen ungewöhnlichen Auftrag erfüllen musste. Gemeinsam mit einer bunten Gruppe aus Individuen, die nichts lieber tun würden, als sich gegenseitig die Kehle rauszureißen, musste er eine Fibel aus den Händen einer Dämonenkönigin holen. Mit Mühe und unter vielen Opfern schafften er und seine Kameraden dies und sind jetzt zurück zum Treffpunkt mit ihrem Auftraggeber.

Doch es sieht so aus, als ob sie es nicht rechtzeitig schaffen. Sie geraten in eine Flaute und was noch schlimmer ist, sie werden von einem Seeungeheuer angegriffen, welches ihr Schiff vernichtet. Und so landen sie auf einer Insel, wo sie voneinander getrennt werden. Dies ist alles andere als günstig, da schon sehr bald starke und mächtige Feinde es auf die Fibel abgesehen haben. Und sie sind bei der Wahl ihrer Mittel alles andere als zimperlich.

Ein Manko des Vorgängers war, dass Sam Sykes seine Charaktere erst am Ende der Geschichte anfing zu charakterisieren. Der Autor hat seine Lektion gelernt und baut seine handlungstragenden Figuren bereits von Anfang an aus. Platz genug hat er dafür, denn "Dunkler Ruhm" ist mit 832 Seiten nochmal 100 Seiten länger als der Vorgänger.

Doch das Endergebnis fällt ernüchternd aus. Man hat das Gefühl, dass er einen Großteil des Buches damit verbringt, seine Figuren als verrückt darzustellen. Viele von ihnen sind in Gesprächen mit imaginären Partnern versunken, die definitiv nicht real sind und Zweifel an ihrer mentalen Gesundheit aufkommen lassen. Das mag bei einem Charakter noch in Ordnung sein, doch bei mehreren ist es ermüdend davon zu lesen.

Noch schlimmer ist, dass man den Eindruck hat, dass die Story sich kaum vorwärts bewegt. 400 Seiten vergehen, ehe die Hauptfiguren sich wieder zusammengefunden haben und Pläne schmieden, wie sie von der Insel kommen. Fast die Hälfte des Romans, in der die Figuren ansonsten nicht viel zur Handlung beitragen. Und wenn sie einander begegnen, besteht ungefähr die Hälfte aller Dialoge aus Füllsätzen, die den Plot nicht wirklich weiterbringen.

Auch stören die plötzlichen Erzählerwechsel innerhalb eines Kapitels. In dem einen Moment ist man noch bei Gariath, wie er seine Reisegefährtin die Shict Kataria angreift. Sie kann ihm ausweichen und übernimmt die Erzählung. Bis der Leser diesen Wechsel mitgekriegt und nachvollzogen hat, vergehen einige Zeilen.

Dass die Kämpfe brutal sind, kennt man bereits vom ersten Band her. Inzwischen hat man sich schon an das Gewaltniveau gewöhnt, bis Sam Sykes es wiederholte Male deutlich überschreitet. Einige Darstellungen sind einfach nur noch ekelhaft und stören das Leseerlebnis nachhaltig.

Trotz des stellenweise gelungenen schwarzen Humors überzeugt "Dunkler Ruhm" leider wenig. Weniger Seiten und eine Handlung, die rascher fortschreitet hätten dem Band gut getan. So kann man ihn "Nur für Fans" empfehlen.



Fazit:

"Dunkler Ruhm" ist die Fortsetzung von Sam Sykes Roman-Trilogie "Die Tore zur Unterwelt". Dabei bemüht sich der Autor, alles besser zu machen, als beim Vorgänger. Von Beginn an charakterisiert er alle Figuren und sorgt für stellenweise gelungenen schwarzen Humor. Doch ansonsten überzeugt das Buch nicht. Die Handlung tritt die erste Hälfte auf der Stelle, viele Charaktere werden mit einem Knall dargestellt und die Dialoge sind oftmals sinnlos. Auch plötzliche Erzählerwechsel und das neue Niveau an Brutalität überzeugen nicht wirklich.



Die Tore zur Unterwelt 2: Dunkler Ruhm - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Sam Sykes
Die Tore zur Unterwelt 2: Dunkler Ruhm
The Aeon's Gate 02. Black Halo

Übersetzer: Wolfgang Thon
Erscheinungsjahr: 26. März 2012



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Penhaligon Verlag

Preis:
€ 16,99

ISBN:
978-3-7645-3056-3

832 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Figuren werden mehr charakterisiert
Negativ aufgefallen
  • Handlung tritt auf der Stelle
  • Zu viele sinnlose Dialoge
  • Plötzliche Erzählerwechsel
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Rezension vom: 27.11.2012
Kategorie: Fantasy
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