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Wir kaufen einen Zoo

Story:

Was soll man tun, wenn man eine große Erbschaft erhält? Eigentlich ganz logisch. Man kauft sich einen Zoo, renoviert und eröffnet ihn. Nichts einfacher als das.



Meinung:

Falls man jede Menge Geld erhält, was soll man damit machen? In den meisten Fällen hört man auf den Ratschlag der anderen, und legt es sicher an. Doch in einigen Situationen tut man mit den Moneten etwas, wofür alle einen für verrückt halten. Was Benjamin Mee machte, geht schon aus dem Titel seines Buches "Wir kaufen einen Zoo" hervor.

Der Brite hat Psychologie studiert und arbeitete als Wissenschaftsjournalist. Er lebte gemeinsam mit seiner Frau lange Zeit in Frankreich. Als sein Vater starb und seinen Nachkommen eine große Menge Geld hinterließ, zog er zurück nach England, wo er 2006 den Dartmoor Zoological Park kaufte und diesen 2007 neu eröffnete. Seine Geschichte wurde von der BBC in einer TV-Serie dokumentiert und 2011 mit Matt Damon und Scarlett Johanson in der Hauptrolle verfilmt. Deshalb wurde der Band, der bereits 2008 von Blanvalet herausgebracht, auch wieder mit einem neuen Cover neu aufgelegt.

Das Vorhaben von Mee als irrsinnig zu bezeichnen, wäre noch milde ausgedrückt. Für jemanden, der sich als rationalen Menschen bezeichnet, wäre die Idee, einen Zoo zu kaufen, vollkommen schwachsinnig und man würde ernsthaft überlegen, denjenigen, der diesen Einfall hat, in eine Psychiatrie einweisen zu lassen. Doch der Autor hat sich diesen Schritt wohl überlegt.

Zunächst einmal macht er klar, dass er nicht alleine den Gedanken in die Tat umsetzt. Er wird von seiner Mutter und seinen Geschwistern unterstützt. Dass dabei nicht alles glattläuft, gesteht er freimütig ein. So brach ein Bruder mit der restlichen Familie, weil ihm die Angelegenheit zu viel wurde, und man kommunizierte nur noch über einen Anwalt.

Und das ist auch das, was dieses Buch so gut macht. Die offene und ehrliche Art, mit der Mee alles darlegt. Er verschweigt nichts, sondern erzählt äußerst freimütig. Und das auf eine sehr charmante Art und Weise, was dazu führt, dass man sich mit dem Band sofort wohl fühlt.

Man merkt der Erzählung an, dass der Autor als Journalist arbeitete. Dies ist kein Manko, sondern beschreibt einfach die Tatsache, wie gut es Mee gelingt, die Ereignisse dem Leser näherzubringen. Es ist, als ob er einem Freund davon erzählt, was ihm wiederfahren ist.

Dabei ist seine Geschichte sowohl komisch, als auch tragisch. Denn das Schicksal hat den Mann kräftig gebeutelt. Als bei seiner Frau Katherine Hirntumore entdeckt werden, und die Chemotherapie nicht anschlägt, begleitet er sie auf ihrem Sterbeweg. Bis zum Ende ist er an ihrer Seite, was in diesem Fall keine leere Phrase ist. Auch dies beeindruckt, weil er kein Detail verschweigt. Stellenweise hat man den Eindruck, dass es für ihn eine Art Therapie ist, darüber zu schreiben.

Darüber hinaus kommt der Zoo nicht zu kurz. Und dieser ist häufig Quell von Ärgernissen aber auch von kuriosen Momenten. So hat der Tierpark beispielsweise einen Wolf, der öfters gerne ausbüchst.

Fasziniert liest man darüber, wie es Mee nach und nach gelingt, den maroden Zoo wieder auf die Beine zu stellen. Und auch hier vergisst er nicht, die Leute zu erwähnen, die ihm zur Seite standen, und ohne die sein Vorhaben wahrscheinlich schon längst gescheitert wäre. Dabei betont er vor allem die Eigenheiten der Mitarbeiter. So gibt es jemanden, der gerne und oft vor sich hinflucht, was ihm den Spitznamen Tourette-Tony einbrachte.

Deshalb ist auch "Wir kaufen einen Zoo" ein sehr empfehlenswertes Buch. Es ist mal was anderes, und dieser Erlebnisbericht liest sich sehr angenehm. Daher ist der Band auch ein "Klassiker" und erhält zusätzlich die Auszeichnung als "splashhit".



Fazit:

"Wir kaufen einen Zoo" ist die Geschichte von Benjamin Mee und seiner Familie. Das Vorhaben, einen maroden Tierpark zu kaufen und wieder auf die Beine zu stellen, mag zuerst verrückt klingen. Doch die offene und ehrliche Art des Autors trägt schnell dazu bei, dass man fasziniert den Ereignissen folgt, die er schildert. Dabei verschweigt er nichts. Er erwähnt sowohl die komischen als auch die tragischen Momente. Dadurch geht die Geschichte einem nahe. Aber auch die vielen Leute, die ihm hilfreich zur Seite standen, werden erwähnt. Ergo ist diese Erzählung ein Pflichtkauf.



Wir kaufen einen Zoo - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Benjamin Mee
Wir kaufen einen Zoo
We bought a Zoo

Übersetzer: Theda Krohm-Linke
Erscheinungsjahr: 17. April 2012



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Blanvalet

Preis:
€ 8,99

ISBN:
978-3-442-37641-4

320 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Offen und ehrlich geschrieben
  • Sowohl komisch als auch tragisch
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 17.06.2012
Kategorie: Erlebnisberichte und Tagebücher
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