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Dunkles Universum 1: Sonnenfeuer

Story:

Sirantha Jax ging es schon mal besser. Aktuell sitzt sie in einer Zelle, auch wenn ihr Quartier offiziell nicht so genannt wird, weil sie angeblich das Leben mehrerer Menschen auf dem Gewissen hat. Doch sie hat ein Problem: Sie kann sich an diese angebliche Tat nicht erinnern. Doch plötzlich taucht der geheimnisvolle Marsch in ihrer Zelle auf, und dank seiner Hilfe kann sie fliehen. Was sie nicht weiß: Er hat seine eigenen Pläne mit ihr, die sicherlich nicht ihre Zustimmung treffen werden.



Meinung:

Mit "Die Enklave" lieferte die US-Amerikanerin Ann Aguire ein beeindruckendes Deutschland-Debüt ab. Der Blanvalet-Verlag beließ es jedoch nicht bei diesem einen Roman, sondern brachte im Februar dieses Jahres ein weiteres Werk von ihr heraus. "Dunkles Universum - Sternenfeuer" ist der Auftakt zu einer Science Fiction-Reihe, die in den USA sechs Bände umfasst, wovon fünf bereits erschienen sind. Hierzulande ist am 15. Mai mit "Dunkles Universum - Sternenglut" der zweite Teil in den Buchhandel gekommen. Und hoffentlich verkaufen sich die Bände gut genug, damit die gesamte Reihe bald auf Deutsch erhältlich sein wird.

Sirantha Jax ist eigentlich ein Mensch wie jeder andere. Mit nur einem Unterschied: Sie trägt das sogenannte S-Gen und ist daher in der Lage, sich im sogenannten Grimspace zu Recht zu finden. Und so arbeitet sie als Navigatorin und hatte eine glückliche Beziehung zu ihrem Kapitän. Doch dann läuft etwas schief: Sie findet sich in einer Zelle wieder und wird angeklagt, mehrere Menschenleben auf dem Gewissen zu haben. Nur zu dumm, dass Sie sich nicht daran erinnern kann.

Und während sie auf die Entscheidung der Konzernärzte wartet, geschieht etwas Unvorhergesehenes. Der geheimnisvolle Marsch taucht in ihrer Zelle auf und flüchtet mit ihr. Sie soll ihm und seiner Gruppe im Kamp gegen das Unternehmen helfen, welches ein Monopol auf die Navigatoren hat. Doch ist dies leichter gesagt als getan, denn von Anfang laufen die Dinge anders, als geplant. Und dann ist da noch die Kleinigkeit, dass Sirantha wahnsinnig ist. Doch am Ende dürfte genau dies der Punkt sein, der ihnen allen das Leben rettet.

Von Beginn an schlüpft man als Leser in die Haut von Sirantha Jax. Die Geschichte wird aus ihrer Perspektive erzählt und wird dementsprechend subjektiv gefärbt. Am Anfang mag es gewöhnungsbedürftig sein, doch schnell findet man sich mit dieser Erzählweise zu Recht. Dazu trägt nicht untererheblich die Protagonistin selber bei.

Denn von Anfang an wird klar gemacht, dass sie anders tickt. Wie sie selbst sagt, hat sie sozusagen ihre Persönlichkeit in verschiedene Teile aufgesplittert, um mit allem fertig zu werden. Vor allem der Druck, der auf ihr als Navigatorin lastet, gehört dazu. Denn keiner ihrer Art lebt ewig. Früher oder später läuft man Gefahr durch den Grimspace ausgebrannt zu werden. Kein erfreulicher Gedanke, weshalb es auch nicht verwunderlich ist, dass sie so offen und ehrlich agiert. Wer nichts zu verlieren hat, der sagt einem halt offen die Meinung.

Und gerade dies, ihre Art und Weise führt dazu, dass man sie als Protagonistin ins Herz schließt. Sie wirkt deshalb sympathisch, weil sie eine Figur mit Ecken und Kanten ist. Womit sie jedoch nicht alleine ist.

Auch der geheimnisvolle Marsch gehört zu jenen Personen, die von der Persönlichkeit alles andere als stromlinienförmig sind. Er trägt ein Geheimnis mit sich herum, und erst nach und nach öffnet er sich. Er und Sirantha sowie die Mechanikerin Dina liefern sich viele herrlich zu lesende Wortgefechte. Hier ist nichts harmonisches, hier gibt es Haken und Ösen. Doch darunter spürt man auch, dass hier ein Team entsteht, dass für sich und für andere, den Doc mit eingeschlossen, einsteht.

Das Tempo der Handlung verschlägt einem häufig den Atem. Immer wieder passiert etwas Unvorhergesehenes, was einen erst recht dazu bringt, das Buch nicht aus der Hand zu legen. Dabei scheut sich die Autorin nicht davor, Charaktere umzubringen. Der Tod schlägt in "Dunkles Universum - Sonnenfeuer" schnell und erbarmungslos zu.

Und dies ist ein Problem des Romans. Denn die Schriftstellerin opfert Charaktere, bei denen noch viel Handlungspotential vorhanden gewesen wäre. Jetzt auf einzelne Namen einzugehen würde jedoch zu viel der Story verraten, weshalb an dieser Stelle nur gesagt sei, dass das Ableben mancher Figur ziemlich wehtut.

Auch das Ende der Geschichte ist ziemlich lasch. Vergleicht man es mit der vorherigen Handlung, fehlt hier die Würze, die Dramatik. Die Auflösung geschieht zu plötzlich und wird nicht gerade hervorragend aufgebaut.

Unterm Strich bleibt jedoch ein Roman, der überwiegend überzeugt. Denn trotz aller Mängel macht es Spaß "Dunkles Universum - Sonnenfeuer" zu lesen. Deshalb auch die Bewertung: "Reinschauen".



Fazit:

Mit "Dunkles Universum - Sonnenfeuer" erlebt man Ann Aguirres Deutschland-Debüt als SciFi-Autorin. Und das Endergebnis fällt nicht schlecht aus. Der Roman überzeugt vor allem durch seine Protagonisten, die eben nicht beliebig wirken. Jeder Charakter hat seine Ecken und Kanten, weshalb man sie bald ins Herz schließt. Auch ist die Handlung sehr action-geladen. Ruhige Momente findet man selten. Der Tod schlägt in dem Buch schnell und heftig zu, was manchmal zu dem Problem führt, dass eine Figur das Zeitliche segnet, von der man eigentlich noch den Eindruck hatte, dass da Storypotential vorhanden wäre. Auch das Ende des Bandes überzeugt nicht. Es wirkt lasch und ohne Dramatik.



Dunkles Universum 1: Sonnenfeuer - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Ann Aguirre
Dunkles Universum 1: Sonnenfeuer
Grimspace

Übersetzer: Michael Pfingstl
Erscheinungsjahr: 20. Februar 2012



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Blanvalet

Preis:
€ 8,99

ISBN:
978-3-442-26802-3

416 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Charaktere mit Ecken und Kanten
  • Viel Action
Negativ aufgefallen
  • Ende ist lasch
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Rezension vom: 17.05.2012
Kategorie: Science Fiction
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