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Crash de Luxe

Story:

Zwar konnte Parrish die Schamanen der Cabal Coomera finden, doch sind damit ihre Probleme immer noch nicht bereinigt. Ein Reporter hat ein Kind, welches unter ihrer Obhut stand, entführt. Die Spur führt nach Vivacity, dem Stadtteil der Elite, der Medien. Ihre Chancen, dort ihr Ziel zu erreichen sind gleich null. Doch das hat die Herrscherin des Terts noch nie davon abgehalten, ihre Pläne mit aller Macht zu verfolgen.



Meinung:

Mit "Crash de Luxe" endet die "Parrish Plessis"-Trilogie. Und bislang sieht es auch nicht danach aus, als ob auch die übrigen Werke der australischen Autorin Marianne de Pierres nach Deutschland kommen.

Parrish Plessis lebt in Australien. In ihrer Zeit hat die Welt eine Katastrophe überlebt, und die Medien haben die Macht endgültig an sich gerissen. Sie selbst hat sich zum Herrn über den Tert, so der Name ihres Stadtbezirkes, aufgeschwungen, musste jedoch dafür einige Gefälligkeiten erfüllen. Unter anderem musste sie die Schamanen der Cabal Coomera finden. Die Spur führte sie ins Dis, einem Stadtbezirk der noch wilder und gefährlicher war als ihre Heimat. Des Weiteren ist sie mit einem Parasiten infiziert, der ihr Stück für Stück die Kontrolle über den Körper raubt.

Nun ist es so, dass ein Pressevertreter einen Schützling von ihr entführt hat. Er soll als Druckmittel dienen, damit sie weiterhin in dem mysteriösen Genmanipulationsfall ermittelt, der der Auslöser für die Ereignisse der vorherigen Bücher war. Die Spur führt dieses Mal nach Vivacity, dem Stadtteil wo wirklich nur die Reichsten leben. Und da Parrishs Aussehen nur allzu bekannt ist, muss sie sich verändern. Ihr Ziel: Als Edel-Callgirl die Fährte wieder aufnehmen und zu Ende zu ermitteln. Und wer sie kennt weiß, dass diejenigen, die ihr im Weg stehen, besser Reißaus nehmen, denn sie nimmt keine Gefangenen.

Bereits seit dem ersten Band "Nylon Angel" brillierte die Serie immer dann, wenn es darum ging, der ominösen Stadt neue Aspekte abzugewinnen und darzustellen. Sei es der Tert, Dis oder jetzt Vivacity, jeder neue Teil hatte seinen eigenen Charme und seinen eigenen Charakter. Und nachdem sich Parrish im letzten Band mit dem untersten sozialen Abschaum herumschlagen musste, sind es dieses Mal die Reichen und Schönen, die absolute Elite, die auf dem Programm stehen.

Und wie man es aus der Serie her kennt, nimmt die Handlung ein halsbrecherisches Tempo an. Immerhin versteht die Autorin sich dieses Mal darauf, ihren Lesern die nötigen Pausen einzuräumen, damit sie den Verlauf sacken lassen können. Dies ist aber auch notwendig, da die Handlung so manche Kapriolen schlägt.

Es macht sich leider auch bemerkbar, dass Loyl Daac die meiste Zeit des Romans über fehlt. So fehlt Parrish ein glaubwürdiger Gegenpart, der ihr und ihren Macken Kontra gibt. So macht es sich wieder bemerkbar, dass sie eigentlich nur eine 08/15 Action-Heldin ist.

Doch am ärgerlichsten ist das Ende des Buches. Ein derartig offenes passt nicht zu der Trilogie. Es lässt Raum für Spekulationen und Fragen, was so überhaupt nicht dem entspricht, was man als Leser bislang erfahren hat. Bisher lieferte Marianne de Pierres immer eine Antwort auf offene Aspekte. So bleibt man in der Luft hängen, ohne jegliche Hoffnung auf Besserung.

"Für Zwischendurch" ist das Buch geeignet, mehr aber auch nicht.



Fazit:

"Crash de Luxe" liefert wieder ein atemberaubendes Action-Spektakel. Und Marianne de Pierres scheint ihre Lektion aus dem Vorgänger-Roman gelernt zu haben, denn endlich hat man als Leser die nötige Zeit und Muße, die Ereignisse sacken zu lassen. Doch dem gegenüber steht das Fehlen von Loyl Daac. Damit fehlt ihrer Heldin Parrish Plessis ein geeigneter Gegenpol, der verhindert, dass sie zu sehr wie eine 08/15 Action-Heldin wirkt. Besonders ärgerlich ist jedoch das unnötig offene Ende des Buches. Als Leser bleibt man in der Luft hängen, ohne dass Aussicht auf Besserung in Sicht ist.



Crash de Luxe - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Marianne de Pierres
Crash de Luxe
Crash deluxe

Übersetzer: Dietmar Schmidt
Erscheinungsjahr: September 2006



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Bastei Lübbe

Preis:
€ 7,95

ISBN:
978-3-404-23298-7

317 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Pausen, um die Handlung sacken zu lassen
Negativ aufgefallen
  • Parrish wirkt wie eine 08/15 Action-Heldin
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Rezension vom: 09.09.2011
Kategorie: Science Fiction
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