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Die Feuerreiter seiner Majestät 05: Drachenwacht

Story:

Will Laurence und Temeraire sind voneinander getrennt worden. Des Hochverrats beschuldigt warten sie auf ihr jeweiliges Urteil, welches im schlimmsten Fall Tod heißen kann. Doch dann passiert eine lange erwartete Katastrophe: Napoleon überquert mit seinen Armeen den Kanal und beginnt England zu erobern. Und die einzige Möglichkeit, ihn jetzt noch aufzuhalten liegt darin, den Drachen und seinen Reiter wieder zu vereinen.



Meinung:

Naomi Noviks "Drachenwacht" ist nicht nur der neuste Teil ihrer "Die Feuerreiter seiner Majestät"-Serie, sondern markiert auch gleichzeitig einen Wechsel hier in Deutschland. Der Blanvalet Verlag übergibt die Verantwortung für die Reihe innerhalb der Random House Gruppe an das neuste Mitglied, Penhaligon. Jener bietet ausschließlich Fantasy-Romane an, die sich vor allem an Leser zwischen 18 und 30 Jahren richten.

Der Wechsel machte viele Fans nicht glücklich. Denn Penhaligon brach von der Optik her mit den Vorgänger-Romanen und bot "Drachenwacht" in einem größeren Buch-Format an, weshalb sich deutlich von den Vorgänger-Romanen abhob. Doch inzwischen wurde eine Neuauflage des Titels im alten Verlag angekündigt, und man kann sicher sein, dass hier wieder auf die alte Darstellung zurückgegriffen wird.

"Drachenwacht" knüpft an die Ereignisse aus "Drachenglanz" an. Will Laurence und sein Drache Temeraire hatten gegen Ende des Romans den Franzosen ein Heilmittel gegen eine für Feuerechsen tödliche Krankheit überbracht. Damit verstießen sie willentlich gegen ein Verbot der Admiralität, die darüber natürlich nicht sehr glücklich war. Als Konsequenz ihrer Aktionen werden die beiden getrennt. Temeraire kommt ins schottische Hochland in ein Zuchtgehege, während seinem Freund und Kapitän bestenfalls "nur" die Verbannung droht.

Doch dann kommt es zu einer Katastrophe, die man schon lange befürchtet hatte. Es gelingt Napoleon mit seinen Armeen in England zu landen und einen Eroberungsfeldzug zu starten, der das einst so stolze Empire an den Rand des Untergangs drängt. Will Laurence und Temeraire können dies natürlich nicht zulassen und versuchen zunächst getrennt, gegen die Franzosen vorzugehen. Erst später treffen die beiden wieder zusammen und beginnen sich auf eine finale Konfrontation beider Großmächte vorzubereiten.

Mit dem Eroberungsfeldzug Napoleons dürfte inzwischen auch dem letzten Leser klar sein, dass die Autorin schon längst ihre eigene Version der Vergangenheit entwickelt hat. Denn in unserer Welt ist es nie so weit gekommen, dass die Franzosen Fuß auf Großbritanniens Boden setzten. Indem sie diese Gefahr jetzt Wirklichkeit werden lässt, gibt sie ihrer Geschichte eine Atmosphäre der Verzweiflung. Schon vorher waren ihre Protagonisten auf sich alleine gestellt unterwegs, sogar in Feindesland. Doch dieses Mal ist die Lage so ernst wie nie zuvor. Alle Anzeichen deuten auf eine eindeutige Niederlage der Engländer hin. Sie und ihre Drachen sind zahlenmäßig weit unterlegen, und dank der Himmelsdrachin Lien gibt es auch keine Lücke in der französischen Strategie.

Zum ersten Mal im Laufe der Roman-Reihe stellt Frau Novik keine neuen und fremden Kulturen vor. Denn die englischen Gefilde sind dem Leser schon größtenteils bekannt. So kann sie sich umso mehr auf die Figuren konzentrieren, allen voran natürlich Temeraire und Will Laurence.

Besonders ersterem fällt es schwer, sich mit seiner neuen Lage abzufinden. Zwar bereut er seine Aktionen kein bisschen, doch so, ohne Freunde und unter ihm fremden Drachen scheint er fast zu resignieren. Er, der so voller Pläne und Ideen war, ist zum ersten Mal ohne Antrieb, nicht willens oder fähig, sich gegen den Lauf der Ereignisse zu stemmen. Erst als die Franzosen in England einfallen erwacht sein alter Kampfgeist wieder. Dabei zeigt sich, wie wenig er auf Regeln und Konventionen gibt, als er nämlich einen Kampftrupp aus dem Nichts stampft. Denn das Besondere an diesem ist, dass er nur aus Drachen besteht.

Auch Will Laurence scheint sich in sein Schicksal als Strafgefangener gefügt zu haben. Er bereut seine Entscheidung, den Franzosen das Heilmittel zu geben, kein bisschen, und wartet daher ruhig auf sein endgültiges Urteil. Als jedoch Temeraires Kampftrupp auftaucht, ändert sich seine Situation. Plötzlich sind Reiter und Drache wieder miteinander vereint und sollen helfen, die Invasoren zu vertreiben. Dies würde sich wahrscheinlich auch positiv auf das endgültige Schicksal des Kapitäns auswirken. Doch ganz so einfach wird ihm die Lage nicht gemacht, da er und sein Freund kaum Unterstützung erhalten.

Gleichzeitig kann man in "Drachenwacht" ein freudiges Wiedersehen mit alten Bekannten feiern. Allen voran Kapitän Granby, ein ehemaliges Besatzungsmitglied Temeraires, und seine Drachin Iskierka sorgen immer wieder für überraschende Momente in der Handlung. Denn sie ist für eine Feuerechse extrem stur und dickköpfig und dabei auch noch gleichzeitig fähig, ihren eigenen Willen durchzusetzen. Sie ist extrem sprunghaft und agiert des Öfteren, ohne großartig über die Konsequenzen ihrer Handlung nachzudenken. Damit wirkt sie wie ein Konterpart des Himmelsdrachen, der gerne nachdenkt. Und so trägt sie ihren Teil dazu bei, dass die Handlung herrlich unvorhersehbar gerät.



Fazit:

Mit "Drachenwacht" schreibt Frau Naomi Novik den neusten Teil ihrer "Die Feuerreiter seiner Majestät"-Serie. Dabei konzentriert sie sich vor allem auf ihre Figuren, allen voran Temeraire und Will Laurence. Die beiden müssen mit ihrer neuen Situation als Angeklagte erst mal zurecht kommen. Dabei gehen sie damit auf unterschiedliche Art und Weise um. Während der Drache eher niedergeschlagen ist, scheint sein Kapitän die Lage so zu akzeptieren, wie sie ist. Dies ändert sich jedoch schlagartig, als Napoleon mit seinen Armeen im Begriff ist, England zu erobern. Was dann geschieht, sollte man unbedingt lesen!



Die Feuerreiter seiner Majestät 05: Drachenwacht - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Naomi Novik
Die Feuerreiter seiner Majestät 05: Drachenwacht
Victory of Eagles

Übersetzer: Marianne Schmidt
Erscheinungsjahr: 16. Februar 2009



Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Penhaligon Verlag

Preis:
€ 14,95

ISBN:
978-3-764-53015-0

416 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Temeraire und Will Laurence sind in einer ihnen ungewohnten Situation
  • Hochspannend geschrieben
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 28.11.2010
Kategorie: Fantasy
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