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Wer sich in Gefahr begibt

Story:
England im Jahre 1864. Die junge Elizabeth Martin hat bisher ihrem Vater, einen Arzt in einer kleinen nordenglischen Minenstadt, in seiner Praxis geholfen. Nach seinem Tod muss sie irgendwie ihren Lebensunterhalt verdienen. Glücklicherweise bietet die Witwe ihres Patenonkels Lizzie an, als Gesellschafterin zu ihr nach London zu kommen. Erst bei ihrer Ankunft erfährt sie, wieso ihre neue Stelle eigentlich frei war: Lizzies Vorgängerin ist plötzlich verschwunden, angeblich sei sie mit irgendeinem Mann abgehauen. Aber diese Geschichte kommt Lizzie sehr merkwürdig vor. Mit Hilfe von Inspector Benjamin Ross von Scotland Yard, der sie noch aus ihrer Zeit im Norden kennt, beginnt sie nachzuforschen.

Meinung:
Unter dem Pseudonym Ann Hulme begann die britische Schriftstellerin Ann Granger ihre Karriere mit historischen Romanzen, bevor sie unter ihren richtigen Namen mit zwei Krimi-Serien in der Jetztzeit große Erfolge feierte. In der neuen Reihe um Lizzie Martin und Benjamin Ross, deren erster Band "Wer sich in Gefahr begibt" ist, verbindet sie diese beiden Seiten ihres Schaffens.

Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ann Granger zeichnet ein glaubwürdiges Bild des viktorianischen London, das Armut, Ungerechtigkeit und Klassenunterschiede nicht ausblendet. Im Gegenteil, speziell die Hauptfigur Lizzie Martin regt sich des öfteren – mal still, mal weit weniger still – darüber auf, wie die "unteren Schichten" ihr Leben fristen müssen und wie wenig sich die Bessergestellten dafür interessieren.

Neben diesem Zeitgemälde und den Erlebnissen der ebenso gerechtigkeitsliebenden wie durchaus etwas vorlauten Lizzie in London kommt der Kriminalfall fast etwas kurz. Die Ermittlungen mit Lizzies und Bens Überlegungen dazu sind zwar durchweg präsent, aber nur selten wirklich im Mittelpunkt. Manchmal wirken sie sogar wie ein Mittel zum Zweck, um die Entwicklung der Figuren und ihrer Beziehungen untereinander voranzutreiben.

Trotzdem ist "Wer sich in Gefahr begibt" durchaus spannend und "funktioniert" auch als Kriminalroman. Liebhaber des klassischen Whodunit sind, wie auch bei Ann Grangers "aktuellen" Krimiserien, hier gut aufgehoben. Die Atmosphäre erinnert, wenn schon nicht an Agatha Christie herself, an modernere Nachfolgerinnen wie Martha Grimes.

Man merkt "Wer sich in Gefahr begibt" deutlich an, dass es sich um den ersten Band einer Serie handelt. Eine ganze Reihe von Figuren werden eingeführt, die nicht oder nur sehr indirekt mit dem aktuellen Fall in Verbindung stehen. Gleichzeitig zeichnen sich bereits Konfliktlinien mit verschmähten Verehrern, überheblichen Hausfreunden und anderen deutlich ab. Auch im Verhältnis zwischen Lizzie Martin und Ben Ross wird schnell klar, dass auf diesen Band noch diverse weitere folgen sollen. Der Leser dürfte nichts dagegen haben.

Fazit:
Ein gelungener Einstieg in eine neue, kurzweilige Krimiserie aus dem viktorianischen England.

Wer sich in Gefahr begibt - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Ann Granger
Wer sich in Gefahr begibt
A Rare Interest In Murder

Übersetzer: Axel Merz
Erscheinungsjahr: 2009



Autor der Besprechung:
Henning Kockerbeck

Verlag:
Bastei Lübbe

Preis:
€ 8,95

ISBN:
978-3-404-15945-1

368 Seiten
Positiv aufgefallen
  • Ein gelungener Einstieg mit glaubwürdigen Figuren
  • Eine spannende Kriminalgeschichte
  • Das viktorianische England wird nicht idealisiert
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 15.05.2010
Kategorie: Historisches
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