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Crysis

Story:
Eine amerikanische Spezialeinheit kommt bei einem geheimen Einsatz auf einer Insel im Philippinischen Meer in arge Bedrängnis. Nicht nur, dass es auf der Insel von nordkoreanischen Soldaten nur so wimmelt, auf der Insel ist es auch etwas Anderes, welches gleich zu Beginn zwei Männer der Spezialeinheit tötet. Die Soldaten geraten immer tiefer in einen Kampf, der sich zu einem wahren Krieg zwischen drei Parteien ausweitet, wobei besonders eine Partei unheimlich und unberechenbar ist ...

Meinung:

Mit "Crysis" veröffentlicht Panini den offiziellen Roman von Nikolas Wolff zu den beiden Ego-Shooter Games Crysis und Crysis Warhead. Der Autor verbindet mit diesem Buch die Geschichten der beiden Soldaten Nomad und Psycho, was von der Spielhistorie her, das Game Crysis mit dem Nachfolger Crysis Warhead verbindet. Dabei vermischt Nikolas Wolff beide Storys miteinander und  erzählt abwechselnd in den einzelnen Kapiteln die Ereignisse rund um Nomad oder Psycho. Dieser Punkt ist dem Autor recht gut gelungen, da sich zum Einen die Handlungen ab und zu überschneiden und zum Anderen somit etwas Abwechslung in diesen Roman gebracht wird.

Besonders letztgenannter Punkt ist aber die große Schwäche des Buches. Nikolass Wolff scheint ein großer Crysis Fan zu sein, denn anders ist es nicht zu erklären, dass sich dieses Buch genauso liest, wie ein Ego-Shooter Spiel abläuft. Der Spieler, bzw. in diesem Fall der Soldat, bekommt Befehle, führt diese aus, und geht danach auf eine neue Mission. Genau in dieser Reihenfolge spielt die Handlung von Crysis. Platz für ausschweifende Erzählungen, Rückblicke oder Situationsbeschreibungen bleibt da nicht. Alles ist ziemlich oberflächlich gehalten und nur auf das Ziel, dem Erfolg der Mission, ausgerichtet.

Dadurch wird dem Leser sehr schnell langweilig, denn das Buch liest sich sehr abgehakt und es wird auch keine echte Spannung aufgebaut. Die einzelnen Missionen werden von beiden Soldaten mit Leichtigkeit absolviert. Immer wenn sie gerade Munition brauchen oder in Bedrängnis sind, taucht irgendwo ein Munitionsdepot oder Hilfe auf. Ganz so als wenn die Soldaten den God-Mode angeschaltet haben. Die beinah vorhandene Unsterblichkeit vermindert die reale Gefahr und macht die Story für den Leser schnell uninteressant.

Der Autor hält sich stark an die Computerspielvorlage der Entwicklerfirma Crytek und taucht dann in das Spiel ein, ohne dem Leser etwas Neues oder interessantes zu bieten. Das bloße Nacherzählen einer Spielesession ist eventuell für den Gamer interessant, um aber einen Leser mehrere Stunden an ein Buch zu fesseln reicht dies bei weitem nicht aus.

Dabei wäre hier durchaus Platz für eine kleine Eigeninterpretation der Crysis Historie gewesen. Woher stammen die Aliens? Seit wann weiß die US-Regierung davon? Und wer finanziert die Forschungsarbeiten? Das sind Punkte, welche Nikolas Wolff in diesem Buch hätte klären können, aber er vermeidet es eigene Ideen einzubauen und hält sich strikt an den Spielablauf.

Da überrascht es dann natürlich auch nicht mehr, dass das Ende des Romans langweilig daherkommt. Die Seiten des Buches sind voll von Action, Kampfhandlungen und Toten (Rambo ist ein Witz dagegen), aber selbst der Abwurf einer A-Bombe zum Ende hin, kitzelt dem Leser nur ein müdes "Oh" heraus.

Die Idee hinter dem Game und somit hinter dem Roman hat sicherlich Potential und der Spieleerfolg zeigt auch, dass dieses Potential gut ausgeschöpft wird, aber ein einfaches Aufwärmen, wie Nikolas Wolff es hier vornimmt, ist nicht ausreichend, um einen Leser zu begeistern.



Fazit:
Der Roman zum Spiel Crysis ist leider eine schwache Nummer. Der Hintergrund der Story ist äußerst interessant, aber was der Autor Nikolas Wolff dann daraus macht ist mehr als enttäuschend. Er hält sich strikt an die inhaltlichen Vorgaben der Entwicklerfirma und kreiert drum herum ein actionstarkes, aber uninteressantes Rumgeballer, bei dem irgendwann selbst der größte Crysis Fan das Interesse verliert.
Interessenten sollten unbedingt vorher die Leseprobe auf der Panini-Seite antesten.

Crysis - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Nikolas Wolff
Crysis
Erscheinungsjahr: 9. März 2010



Autor der Besprechung:
Christian Recklies

Verlag:
Panini Books

Preis:
€ 12,00

ISBN:
3833219335

367 Seiten
Positiv aufgefallen
Negativ aufgefallen
  • langweilige EgoShooter-Nacherzählung
  • einige logische Lücken
  • keine wirklichen Höhepunkte
Die Bewertung unserer Leser für dieses Book
Bewertung:
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Rezension vom: 10.05.2010
Kategorie: Science Fiction
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