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Bernstein und Wortmann auf dem Sofa

Zwischen den Messe-Hallen 5 und 6 befindet sich das „Blaue Sofa“, eine Gemeinschaftseinrichtung der ZDF-Sendung „Aspekte“, der Wochenzeitung DIE ZEIT und dem Bertelsmann Club. Dort stellen sich jeden Tag zahlreiche Autoren jeweils eine halbe Stunde lang den Fragen eines Interviewers und den neugierigen Blicken des zahlreichen Publikums. Donnerstagmittag war die Reihe an der deutschen Humoristen-Legende F.W. Bernstein, dessen gesammelte „elf Dramen im unordentlichen Zustand“ nun in einem Band mit dem Titel „Die Superfusseldüse“ beim Verlag Antje Kunstmann erschienen sind. Gut gelaunt gab der intellektuelle Spaßmacher Auskunft über sein Talent für Humor, seine Anfänge bei der Parodie-Zeitung „Welt im Spiegel“ und die alte sowie neue Frankfurter (Humor-)Schule, die er mit legendären Kollegen wie Robert Gernhardt und Bernd Pfarr begründet hat.

Dabei wurde immer wieder deutlich, was für eine ernste Sache Humor doch eigentlich ist, nämlich Kunst und Wissenschaft. Und Bernstein muss es wissen, hat er doch an der Universität unter anderem als Professor für Karikatur Studenten mit der Materie vertraut gemacht.
Zum Schluss gab es dann aber doch noch was zu schmunzeln, als nämlich der wohl bekannteste und beliebteste Reim aus Bernsteins Feder, „Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche“, mal eingebettet im Originalkontext zitiert wurde.

Bei Bernstein war der Publikumsbereich vor der Blauen Couch wirklich gut gefüllt, aber für den nächsten Interview-Partner quetschten sich mindestens doppelt so viele neue Zuschauer dazu. Handelte es sich doch um keinen geringeren als Regisseur Sönke Wortmann, dessen Doku „Deutschland – Ein Sommermärchen“ heute in den deutschen Kinos anlief. Wortmann hat aber nicht nur die deutsche Nationalmannschaft mit der Filmkamera begleitet, sondern in Zusammenarbeit mit Sport-Autor Christoph Biermann auch ein WM-Tagebuch geschrieben.
Im Interview mit dem Feuilleton-Chef der ZEIT verriet er dann schon ein paar Einzelheiten, wie seine Haar-Opfer an den Fußballgott und dass er vor jedem Spiel die Mannschaft mit einem exklusiven Zusammenschnitt von Szenen aus dem vorangegangenen Spiel in Sieger-Stimmung brachte.



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Bericht vom: 06.10.2006 - 01:30
Kategorie: Tagebuch
Autor dieses Berichts: Andreas Völlinger
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